Versorgungssicherheit im Fokus: Von der Leyen warnt vor Rohstoffkrise
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mit Nachdruck vor einer drohenden Rohstoffkrise gewarnt, die die wirtschaftliche Sicherheit Europas gefährden könnte. In einer Rede im Europäischen Parlament in Straßburg betonte sie die kritische Abhängigkeit Europas von ausländischen Energie- und Rohstoffimporten.
Von der Leyen stellte klar, dass die Bedrohung einer Versorgungskrise durch kritische Rohstoffe längst nicht mehr in ferner Zukunft liegt, sondern bereits unmittelbar bevorsteht. Die jüngsten Erfahrungen im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine verdeutlichen die Risiken einer solch einseitigen Abhängigkeit, auch wenn sie dabei kein bestimmtes Land beim Namen nannte.
Für die Zukunft plant die EU-Kommission, weitere Maßnahmen zur Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität Europas zu präsentieren. Diese sollen insbesondere die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und Schlüsseltechnologien ansprechen, mit dem Ziel, unabhängiger von einzelnen Drittstaaten zu werden. Hierbei stehen unter anderem Materialien für Mikrochips, Windkraftanlagen und Batterien im Mittelpunkt.
Zusätzlich unterstrich von der Leyen die Notwendigkeit, ein "Made-in-Europe"-Kriterium zu etablieren. Dies solle dazu beitragen, die enormen finanziellen Mittel öffentlicher Aufträge – die 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts darstellen – verstärkt in nachhaltige, europäisch produzierte Produkte zu lenken und damit die Nachfrage zu stabilisieren.

