Verlängerter Einsatz der Nationalgarde in Washington sorgt für Kontroversen
Die Nationalgarde wird Medienberichten zufolge auch im kommenden Jahr die Straßen der US-Hauptstadt Washington sichern. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat entschieden, den Einsatz der Einheiten um drei Monate zu verlängern, sodass die Nationalgarde bis Ende Februar präsent bleibt. Laut übereinstimmender Berichte, die sich auf informierte Kreise berufen, sind zurzeit über 2.300 Gardisten in Washington aktiv.
Täglich belaufen sich die Kosten für diesen Einsatz auf etwa eine Million Dollar, was etwa 867.100 Euro entspricht, wie der Nachrichtensender CNN informiert. Die Finanzierung ist jedoch angesichts des anhaltenden Shutdowns der US-Regierung unklar. Demokraten und Republikaner stehen sich im Budgetstreit gegenüber, was zahlreiche Regierungsgeschäfte lahmlegt und viele Beamte ohne Gehalt dastehen lässt. CNN äußert zudem Bedenken bezüglich der Bezahlung der Nationalgardisten.
Die Nationalgarden sind als militärische Reserveeinheiten integraler Bestandteil der US-Streitkräfte. Präsident Donald Trump hatte vor Wochen ihre Entsendung nach Washington angeordnet und dies mit einer dramatisch steigenden Kriminalität begründet. Kritiker hingegen werfen dem Präsidenten vor, die Situation in den Städten für seinen autoritären Regierungsstil auszunutzen.

