Verhaltener Optimismus kehrt an US-Börsen zurück: Nvidia als Vorreiter
Am US-amerikanischen Aktienmarkt weht ein Hauch von Zuversicht, auch wenn die Herausforderungen im internationalen Handel weiter für Spannungen sorgen. Die Hoffnung auf baldige Handelsabkommen der USA mit verschiedenen Nationen ermutigt die Investoren. Besonders bemerkenswert: Nvidia setzte einen neuen Meilenstein, indem es als erstes Unternehmen weltweit die vier Billionen US-Dollar-Marke beim Börsenwert überschritt.
Auch die bedeutenden Indizes zeigten sich von ihrer robusten Seite. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Zuwachs von 0,49 Prozent bei 44.458,30 Punkten. Der S&P 500 kletterte zurück in Richtung seines jüngsten Rekordhochs und endete um 0,61 Prozent höher bei 6.263,26 Punkten. Der technologieintensive Nasdaq 100 erreichte zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch von über 22.900 Punkten und beendete den Handelstag mit einem Anstieg von 0,72 Prozent auf 22.864,91 Punkte.
Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump eine weitere Welle von Zollregelungen angekündigt, die zum 1. August in Kraft treten sollen. Die betroffenen Länder reichen von Bagdad bis Manila, während die Europäische Union bisher ausgenommen bleibt. Stephen Innes von SPI Asset Management kommentierte, dass die Marktteilnehmer auf die jüngsten Entwicklungen eher gelassen reagierten.
Zudem setzte Trump den Notenbankchef Jerome Powell erneut unter Druck und forderte dessen sofortigen Rücktritt, unzufrieden mit den ausgebliebenen Zinssenkungen. Medien berichten, dass Kevin Hassett und Kevin Warsh als Nachfolger im Rennen um den Fed-Vorsitz genannt werden. Das kürzlich veröffentlichte Protokoll der letzten Sitzung der Zentralbank sorgte indes für keine großen Bewegungen bei den Investoren.

