Verhaltener Handel in Europa – EuroStoxx 50 verliert an Schwung
Europäische Aktienmärkte haben am Montag ihren Kursverlust verstärkt, trotz eines vergleichsweise ruhigen Handels in den Kontinenten. Die Londoner Börse gönnte sich eine Pause aufgrund eines Feiertags, während auf dem Kontinent zunächst nur leichte Verluste zu beobachten waren. Erst mit dem Startschuss der New Yorker Börsen entwickelte sich ein zunehmender Abwärtsdruck, der den EuroStoxx 50 schlussendlich um 0,81 Prozent auf 5.443,96 Punkte sinken ließ.
Vor dem Wochenende hatten noch Hoffnungen auf eine bevorstehende Leitzinssenkung in den USA dem Eurozonen-Leitindex Auftrieb gegeben und ihn in die Nähe seines im März erreichten Rekordhochs gebracht. Diese optimistischen Erwartungen scheinen nun aber abgeklungen, da keine nennenswerten Fortschritte in den geopolitischen Anstrengungen zur Befriedung der Ukraine erkennbar sind. Ein Marktexperte kommentierte die Situation treffend: "Eine gelockerte Geldpolitik wird von Anlegern zwar begrüßt, der wirtschaftliche Gesamtkontext bleibt jedoch entscheidend."
Auch der schweizerische SMI konnte sich dem Abwärtstrend nicht entziehen und schloss mit einem Minus von 0,48 Prozent bei 12.206,36 Punkten. Das wirtschaftliche Umfeld wird weiterhin von erheblicher Unsicherheit begleitet, was die Stimmung der Investoren dämpft und zu Zurückhaltung an den Märkten führt.

