Vergiss es! Insider enthüllt die brutale Wahrheit über den Bloodborne PC-Port
Kaum flüstern die ersten Gerüchte über eine bevorstehende „State of Play“-Präsentation von Sony durch das Netz, erwacht in den Herzen unzähliger PC-Spieler eine fast schon mythische Sehnsucht. Es ist die unsterbliche Hoffnung auf ein einziges Wort, einen einzigen Trailer, der das Ende einer langen, zermürbenden Wartezeit einläutet. Die Rede ist vom heiligen Gral der PlayStation-Ports, von FromSoftwares düsterem Meisterwerk: Bloodborne. Doch auch dieses Mal scheint die erhoffte Erlösung nichts weiter als eine Fata Morgana zu sein, wie neue Informationen aus bestens informierten Kreisen schonungslos offenlegen.
Ein Gerücht zerschlägt die Hoffnung
Der Überbringer der ernüchternden Botschaft ist Jeff Grubb von Giant Bomb, ein Branchen-Insider, dessen Prognosen in der Vergangenheit oft ins Schwarze trafen. In seinem jüngsten „Game Mess Decides“-Podcast goss er eiskaltes Wasser auf die glühenden Kohlen der Spekulation. „Ich habe mich relativ kürzlich danach erkundigt und weiterhin gehört, dass mit Bloodborne absolut nichts passiert, also erwarte da mal lieber nichts“, so Grubbs klares Statement. Diese Aussage ist ein Dolchstoß für die Community, denn sie betrifft nicht nur den ersehnten PC-Port. Grubb merkte an, dass ohne die aktive Beteiligung von FromSoftware ohnehin nichts wirklich geschehen könne. Damit rückt jede vage Fantasie von einem Remaster, einem vollwertigen Remake oder gar einer Fortsetzung in unerreichbare Ferne. Das Mantra „Sag niemals nie“ klingt in diesem Kontext wie hohler Spott.
Das Mysterium der ungenutzten Goldgrube
Über ein Jahrzehnt ist seit der Erstveröffentlichung auf der PlayStation 4 vergangen, eine Dekade, in der das Action-Rollenspiel zu einem unantastbaren Juwel mit universellem Kritikerlob und einer fanatischen Anhängerschaft avancierte. Umso bizarrer erscheint Sonys hartnäckiges Schweigen. Es ist eine fast schon surreale Ignoranz gegenüber einem Titel, der nachweislich ein kommerzieller Volltreffer war. Durch einen Ransomware-Angriff auf Insomniac Games durchgesickerte Dokumente belegen, dass sich Bloodborne bis zum Fiskaljahr 2020 fast 7,5 Millionen Mal verkauft hat. Diese beeindruckende Zahl steht in krassem Widerspruch zur Behandlung des Spiels als sei es ein obskurer Nischentitel. Anstatt das schlummernde Potenzial zu nutzen, hüllt sich Sony in eine ohrenbetäubende Stille und überlässt sein Meisterwerk einem digitalen Dornröschenschlaf auf veralteter Hardware.
Trostpflaster in einer düsteren Welt
Während die Tore nach Yharnam für PC-Spieler also weiterhin verschlossen bleiben, hat das Genre, das Bloodborne mitgeprägt hat, eine bemerkenswerte Blütezeit erlebt. Die Leere, die das Original hinterlässt, wird mittlerweile von einer ganzen Reihe exzellenter Titel gefüllt, die sich von FromSoftwares Designphilosophie inspirieren ließen. Ein besonders leuchtendes Beispiel ist NEOWIZs „Lies of P“, das mit seinem düsteren, an die Belle Époque angelehnten Setting und seinem gnadenlosen Kampfsystem einen ganz ähnlichen Nerv trifft. Die kürzlich erschienene „Overture“-Erweiterung beweist, dass die Entwickler dieses düstere Feld gekonnt zu bestellen wissen und bieten so zumindest ein hochwertiges Trostpflaster für alle wartenden Jäger. Doch auch das beste Substitut kann das Original nicht vollständig ersetzen. Und so bleibt Bloodborne ein Phantom, ein unerfüllter Traum, dessen Kultstatus mit jedem Jahr des Wartens nur noch weiter wächst.


