Verdi fordert: Mehr Fairness am Himmel über Europa
Die Gewerkschaft Verdi drängt auf umfassendere Entlastungspakete für den Luftverkehr in Europa, die über die bloße Absenkung der Ticketsteuer hinausgehen. Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende von Verdi, äußerte scharfe Kritik an der systematischen Benachteiligung europäischer Airlines, Flughäfen und deren Beschäftigten gegenüber Fluggesellschaften aus Drittstaaten. Diese Disparitäten ergeben sich laut Behle aus strengeren regulatorischen Vorgaben, die europäische Unternehmen einhalten müssten, während ausländische Konkurrenten vergleichsweise einfach Wege fänden, um diese zu umgehen.
Besondere Aufmerksamkeit widmete Behle den Arbeitsstandards und den Klimaschutzmaßnahmen, wie dem komplexen europäischen Emissionshandelssystem. Sie verdeutlichte, dass echter Wettbewerb anders aussehe und betonte, dass die Open-Sky-Abkommen der EU zu einer einseitigen Öffnung der Märkte führten, die beispielsweise Katar einen nahezu uneingeschränkten Zugang zu europäischen Luftverkehrsmärkten gewähre.
Vor diesem Hintergrund forderte Behle von der Bundesregierung entschiedene Maßnahmen zur Beseitigung solcher Wettbewerbsverzerrungen. Sie mahnte die Wichtigkeit an, Arbeits- und Sozialstandards zu schützen und eine faire Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Luftverkehr sicherzustellen, um einen ausgeglichenen und nachhaltigen Wettbewerb zu fördern.

