Investmentweek

Verbrenner dominieren in China – E-Auto-Wende gerät ins Stocken

11. März 2025, 20:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Der chinesische Automarkt erholt sich mit einem Plus von 26,1 Prozent im Februar. Überraschend: Statt Elektroautos entscheiden sich Käufer wieder vermehrt für klassische Verbrenner. Sinkende Subventionen und Infrastrukturprobleme bremsen die E-Mobilität aus.

Nach einem holprigen Jahresbeginn nimmt der Autoabsatz in China wieder Fahrt auf. Laut dem Branchenverband China Passenger Car Association (CPCA) wurden im Februar 1,41 Millionen Fahrzeuge verkauft – ein Anstieg von 26,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Überraschend: Erneut entschieden sich mehr Käufer für klassische Verbrenner als für Elektroautos oder Hybride. Auch die Exporte legten kräftig zu.

Markt erholt sich schneller als erwartet

Die Verkaufszahlen zeigen, dass sich der chinesische Automarkt rascher stabilisiert als zunächst befürchtet. Noch im Januar war der Absatz um zwölf Prozent eingebrochen – der stärkste Rückgang seit fast einem Jahr. Branchenexperten führen den aktuellen Aufschwung auf staatliche Fördermaßnahmen und verbesserte Finanzierungsangebote zurück, die Kaufanreize setzen.

Auch die chinesische Wirtschaft sendet vorsichtige Stabilitätssignale. Nach einem herausfordernden Jahr 2024 scheinen Verbraucher wieder zu investieren – ein positives Signal für die gesamte Industrie. Besonders bemerkenswert ist, dass nicht die viel gepriesenen Elektrofahrzeuge die Gewinner dieses Wachstums sind, sondern klassische Benziner und Diesel.

Warum dominieren Verbrenner weiterhin?

Obwohl China als Leitmarkt für Elektromobilität gilt, bevorzugen viele Käufer weiterhin Verbrennungsfahrzeuge. Experten nennen mehrere Gründe: Zum einen sorgen sinkende Subventionen für Elektroautos für Zurückhaltung, zum anderen sind viele Käufer skeptisch gegenüber der Ladeinfrastruktur. Zudem bleibt der Preisvorteil von Verbrennern für viele Kunden entscheidend.

Während große chinesische Hersteller wie BYD, Nio oder Geely stark auf E-Mobilität setzen, profitieren etablierte Autobauer wie Volkswagen oder Toyota von der anhaltenden Nachfrage nach konventionellen Antrieben. Die deutschen Marken haben besonders bei Premium-SUVs mit Verbrennungsmotor weiterhin einen festen Platz im chinesischen Markt.

Exportboom setzt sich fort

Nicht nur der Inlandsmarkt zeigt Wachstum – auch die chinesischen Autoexporte legten im Februar um elf Prozent zu und damit stärker als noch im Januar (+3 %). Chinesische Hersteller gewinnen zunehmend Marktanteile in Europa, Südamerika und Afrika. Vor allem günstige E-Modelle und Hybridfahrzeuge aus China treffen auf wachsende Nachfrage.

Gleichzeitig sorgen aggressive Preissenkungen für zusätzlichen Wettbewerb. Marken wie BYD oder Chery setzen mit günstigen Modellen europäische Hersteller unter Druck. In der EU werden bereits Anti-Dumping-Maßnahmen gegen chinesische Autobauer diskutiert, um die heimische Industrie zu schützen.

Wie geht es weiter?

Die nächsten Monate werden zeigen, ob sich die Nachfrage weiter stabilisiert. Chinas Regierung plant neue Maßnahmen, um den Absatz von E-Autos zu fördern und den Wandel zur Elektromobilität zu beschleunigen. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie sich geopolitische Spannungen und Handelsrestriktionen auf die Exportmärkte auswirken.

Klar ist: China bleibt der wichtigste Absatzmarkt der Welt. Doch während westliche Hersteller auf den Durchbruch der Elektromobilität setzen, entscheiden sich chinesische Käufer noch immer mehrheitlich für Verbrenner.

Finanzen / Automobile
[InvestmentWeek] · 11.03.2025 · 20:00 Uhr
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