Verbraucherzentralen fordern transparente Kennzeichnung von Mogelpackungen
Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland stehen zunehmend vor einem altbekannten Problem: Mogelpackungen. Diese Täuschungen im Supermarkt stellen schon seit Langem ein Ärgernis dar, nun fordert die Vorsitzende des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, klare Kennzeichnungen auf den Verpackungen. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk machte Pop ihrem Ärger über die steigenden Lebensmittelpreise Luft und erklärte, dass die Anzahl an Mogelpackungen stetig zunehme. Häufig wird der Füllstoff reduziert, während die Verpackung unverändert bleibt oder hochwertige Zutaten durch billigere Alternativen ersetzt werden. Pop betonte, dass Frankreich ein Vorbild in dieser Hinsicht sei.
Dort kennzeichnet man deutlich, wenn sich Verpackungsinhalte ändern oder Zutaten ausgetauscht wurden. Ein solcher Hinweis, etwa 'Achtung, veränderte Verpackung' oder 'Achtung, veränderte Zutaten', wäre ein hilfreiches Regelwerk auch für Deutschland. Die Verbraucherzentrale fordert diese Transparenz, damit Konsumenten nicht permanent das Gefühl haben, es werde an ihrem Geldbeutel gespart. Eine derartige Maßnahme könnte den Verbrauchern helfen, sich im Alltag besser zu orientieren und informierte Kaufentscheidungen zu treffen. So könnte das Vertrauen der Konsumenten in die Lebensmittelbranche gestärkt werden und ein Beitrag zu mehr Fairness im Handel geleistet werden.

