USA starten massive Offensive gegen den IS in Syrien: Ein Racheakt und ein Hoffnungsschimmer

In einer der bisher intensivsten Militäraktionen hat das US-Militär mehr als 70 Ziele der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen. Diese Offensive wird von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth als "Akt der Rache" bezeichnet, nachdem ein vermuteter IS-Angriff kürzlich das Leben von drei Amerikanern gefordert hatte. Trotz der fortlaufenden Gewalt richtet sich der Zorn der Vereinigten Staaten nicht gegen die syrische Übergangsregierung. Im Gegenteil, US-Präsident Donald Trump sieht eine „glänzende Zukunft“ für Syrien voraus, sollte die Terrormiliz endgültig besiegt werden.
Einen bedeutenden Schritt in diese Richtung war die Aufhebung der „Caesar Acts“, harte Wirtschaftssanktionen, die seit 2019 gegen Syrien in Kraft waren. Dieser Schritt markiert einen potenziellen Wendepunkt für das Land. Aktivisten berichten bereits von ersten Erfolgen der US-Offensive: Fünf IS-Mitglieder sollen bei den Luftangriffen getötet worden sein, darunter ein Kommandeur. Diese Angriffe zielten auf Bereiche in der Nähe von Dair as-Saur, von denen aus angeblich Drohnenattacken gestartet worden waren. Details über mögliche zivilen Opfer liegen bislang nicht vor.
Trotz der anhaltenden Unklarheit über den weiteren Verlauf der US-Militäraktionen, könnte die Operation laut Insidern noch mehrere Wochen andauern. Die USA leiten eine internationale Koalition, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den IS auszuschalten. Obwohl der IS militärisch geschwächt ist, bleibt die Bedrohung durch terroristische Attacken bestehen. Die jordanische Luftwaffe bestätigte ihre Beteiligung an "präzisen" Angriffen auf IS-Stellungen im Süden Syriens, um die regionalsicherheit erschütternden Extremismen einzudämmen.
Unterdessen unterstreicht das syrische Außenministerium seinen Willen, entschieden gegen den IS vorzugehen und weiteren Rückzugsorten der Gruppe im Land entgegenzuwirken. Mit dem jüngsten Ende der belastenden Sanktionen schöpft Syrien Hoffnung auf wirtschaftliche Erholung und ausländische Investitionen in dringend benötigte Infrastrukturprojekte, die neue Arbeitsplätze und Stabilität bringen könnten.

