USA heben Zollfreigrenze für Importe auf: Auswirkungen auf internationalen Versand
Die Vereinigten Staaten haben seit kurzem entschieden, die Zollfreiheit für Warenimporte unterhalb eines Wertes von 800 US-Dollar abzuschaffen. Diese Entscheidung erfolgte auf Anordnung von Präsident Donald Trump, der zunächst die Ausnahmeregelung für China aufhob und schließlich eine einheitliche Regelung für alle internationalen Sendungen einführte. Bereits in den vergangenen Wochen reagierten internationale Postdienste auf den erhöhten Verwaltungsaufwand, indem sie den Versand in die USA einschränkten. Das Weiße Haus fordert stattdessen eine detaillierte Erfassung der Paketinhalte zum besseren Informationsaustausch.
Trump argumentierte, dass die sogenannte „De-Minimis“-Regelung für zollfreie Pakete verstärkt zur Einschleusung gefährlicher Drogen in die USA genutzt wurde. Dieser Anstieg wurde durch den Boom von Plattformen wie Temu und Shein befeuert, die zollfreie Paketlieferungen fördern. Nach dem Ende der Zollfreiheit für chinastämmige Pakete im Mai reduzierte sich die Anzahl der täglich in die USA gesendeten Pakete erheblich, was zu Zolleinnahmen in Millionenhöhe führte.
Laut US-Regierung suchen chinesische Versender nun nach Alternativen über andere Länder, weshalb die Ausweitung der Zölle unvermeidlich wurde. Aktuelle Regelungen sehen vor, dass auf die Importe die jeweiligen US-Zollsätze oder alternativ Gebühren erhoben werden, mit einer Ausnahme für „echte“ Geschenke im Wert von unter 100 US-Dollar.
Während Express-Zusteller wie Fedex und UPS mehr als 90 Prozent der „De-Minimis“-Pakete transportieren und keine Versandprobleme erwarten, kritisiert das Weiße Haus reguläre Postdienste. Diese schränkten ihren Versand ein, anstatt sich an die Informationsvorgaben zu halten. Ein hochrangiger Regierungsbeamter bemerkte, dass Express-Anbieter bereitstehen, das Geschäft der zurückhaltenden Postdienste zu übernehmen.

