US-Zollpolitik und EZB-Entscheidungen halten Finanzmärkte in Atem
Die Wechselkursstabilität des Euro stand auch am Montag im Fokus der Marktbeobachter. Mit einem Wert von 1,1366 US-Dollar blieb die europäische Gemeinschaftswährung weitgehend unverändert, was auf ein vergleichsweise ruhiges Marktumfeld hinweist. Der Referenzkurs der EZB wurde auf 1,1377 Dollar festgelegt, nachdem er am Freitag noch bei 1,1346 Dollar lag. Der Dollar hingegen wurde mit einem leichten Rückgang von 0,8789 Euro bewertet.
Angetrieben von der unsteten Zollpolitik der USA, die in den letzten Tagen Unsicherheit auf den Finanzmärkten verbreitete, verzeichnete der Dollar zuletzt Kursverluste. Die Märkte atmeten kurz auf, als Präsident Donald Trump einige Handelszölle vorübergehend für 90 Tage aussetzte. Nichtsdestotrotz bleibt die Lage angespannt, da er im Handelskonflikt mit China erneut Verschärfungen einführte. Die jüngste Entscheidung, bestimmte Elektronikprodukte wie Smartphones und Laptops von Sonderzöllen auszunehmen, könnte sich nur als kurzfristige Erleichterung erweisen.
Spannung verspricht auch die erwartete Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank im Laufe der Woche. Eine abermalige Senkung des Leitzinses gilt als wahrscheinlich, doch entscheidend wird sein, wie die EZB die möglichen Auswirkungen der US-Handelspolitik auf die Inflation und das Wachstum in der Eurozone kommuniziert.
Bei den anderen bedeutenden Währungen legte die EZB die Referenzkurse auf 0,86383 britische Pfund, 162,97 japanische Yen und 0,9329 Schweizer Franken pro Euro fest. Der Goldpreis zeigte sich ebenfalls bewegt, mit einem Rückgang in London um 28 Dollar auf nunmehr 3.208 Dollar pro Feinunze.

