US-Staatsanleihen unter Druck: Robuste Konjunkturdaten überraschen
Am Mittwoch gaben die Kurse von US-Staatsanleihen merklich nach. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, bekannt als T-Note-Future, verzeichnete einen Rückgang um 0,40 Prozent und notierte bei 112,33 Punkten. Zeitgleich stieg die Rendite dieser Papiere auf 4,16 Prozent, was auf eine verstärkte Dynamik in der Wirtschaft schließen lässt.
Verantwortlich für diese Entwicklung sind unter anderem überraschend positive Konjunkturdaten. Die US-amerikanische Privatwirtschaft schuf im Oktober mehr Arbeitsplätze als ursprünglich prognostiziert. Diese Zahlen stammen vom privaten Arbeitsmarktdienstleister ADP, dessen Erhebungen momentan besonders im Fokus stehen, da bedingt durch die vorübergehende Schließung der Bundesbehörden keine offiziellen Arbeitsmarktdaten zur Verfügung stehen. Auch der US-Dienstleistungssektor sendet ein positives Signal: Der Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) verzeichnete einen unerwartet deutlichen Anstieg und signalisiert neues wirtschaftliches Wachstum. "Erwartungen hinsichtlich einer Fed-Zinssenkung zum Jahresende und darüber hinaus dürften sinken. Der aktuelle ADP-Report deutet auf eine mögliche Stabilisierung des Arbeitsmarktes hin", analysierte Ulrich Wortberg von der Helaba.

