US-Regulierungsbehörde setzt auf Krypto-Zukunft
Der Vorsitzende der US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission (SEC), Paul Atkins, hat auf einer OECD-Konferenz in Paris eine entschlossene Wende in der Krypto-Politik der USA angekündigt. Atkins erklärte in seiner Rede, dass "die Zeit für Krypto gekommen ist" und versprach, die jahrelange feindliche Haltung der Behörde gegenüber der Kryptoindustrie zu beenden. In seiner neuen Funktion bricht Atkins radikal mit der Vergangenheit und distanziert sich von der zuvor stark auf Durchsetzung ausgerichteten Strategie unter seinem Vorgänger Gary Gensler.
Diese Entwicklung folgt auf die Entscheidung der SEC, mehrere Durchsetzungsmaßnahmen gegen Krypto-Unternehmen, darunter Ripple, Coinbase, Binance und Consensys, einzustellen oder zu verschieben. Ein zentrales Element von Atkins’ Plan ist "Project Crypto", eine umfassende Überarbeitung der Wertpapiervorschriften. Dieses Projekt zielt darauf ab, die traditionellen Finanzmärkte mit der Blockchain-Technologie stärker zu verknüpfen und sicherzustellen, dass Krypto-Token größtenteils nicht als Wertpapiere eingestuft werden. Darüber hinaus sollen einheitliche regulatorische Rahmenbedingungen für Handels-, Kredit- und Staking-Plattformen geschaffen werden und Aufbewahrungsregelungen überarbeitet werden, um Investoren mehr Flexibilität zu bieten.
Atkins betont, dass sein Ziel darin besteht, eine neue Ära der finanziellen Innovation in den USA zu entfachen. Er lobte gleichzeitig die Fortschritte Europas mit dem MiCA-Rahmenwerk der EU und regte eine verstärkte transatlantische Zusammenarbeit an, während er klarmachte, dass die USA unter seiner Führung eine Vorreiterrolle einnehmen wollen.

