Kundenmonitor Deutschland 2026: Wie bleiben Bau- und Gartenmärkte im Kundenfokus?
In einer Exklusivstudie des Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) zur aktuellen Do-it-yourself-Motivation der deutschen Verbraucher:innen werden Chancen über Zielgruppen und Gefahrpotenziale für Bau- und Gartenmärkte sichtbar.

31. März 2026, 11:16 Uhr · Quelle: LifePR
Kundenmonitor Deutschland 2026: Wie bleiben Bau- und Gartenmärkte im Kundenfokus?
Foto: LifePR
83% mit Spaß beim Einkauf in Baumärkten
Eine Studie zeigt, dass 92 Prozent der Verbraucher DIY-Produkte in Baumärkten erwerben und 83 Prozent den Einkauf genießen.

München, 31.03.2026 (lifePR) - Zwei besonders gute Nachrichten zur aktuellen Lage des Do-it-yourself (DIY) in Deutschland:

Bezogen auf einen Kauf von Produkten aus den Bereichen Bauen, Heimwerken oder Garten liegt der Anteil an Einkäufern in Baumärkten oder Onlineshops bei stolzen 92 Prozent der Verbraucher:innen. Die Gruppe der Hauseigentümer kaufte die letzten 12 Monate sogar zu 95% dort ein und besuchte dafür überwiegend eine Baumarktfiliale.

Aktuell macht es 83 Prozent der Kund:innen Spaß, in ihrem Bau- oder Heimwerkermarkt einzukaufen. Frauen bilden zwar unter allen Baumarktkunden einen geringeren Anteil von 46 Prozent, jedoch ist der Spaßfaktor beim Filialbesuch noch etwas höher als bei Männern ausgeprägt.

Falls sich die Nachfrage der Kund:innen im Jahresverlauf verringert hat, gaben fast die Hälfte der Befragten Preis- und Kostenentwicklungen sowie jeder Dritte Veränderungen der eigenen Wohn- und Lebenssituation an. Bei zunehmender Nachfrage zeigt sich Letzteres auch als Hauptantreiber bei Kund:innen (50 Prozent), gefolgt von der eigenen Motivation, selbst Arbeiten im Haus oder Garten auszuführen (33 Prozent) sowie der Veränderungen der Freizeitinteressen zugunsten Do-it-yourself (24 Prozent). Darüber hinaus führen 19 Prozent die Attraktivität der Baumarktangebote oder deren Art und Weise zur Motivation fürs Heimwerken als Grund für einen Ausgabenerhöhung im Sortiment fürs Bauen, Heimwerken oder Garten an.

Zur Erschließung der Do-it-yourself-Motivation wurden den Befragten – auch den Nichtkund:innen – insgesamt sechs Statements zur Einordnung vorgelegt:

Verhaltensabsicht:

  • Ich kann mir vorstellen, in Zukunft eher Zeit in eigene handwerkliche Tätigkeiten zu investieren als in andere Freizeitangebote.
Involvement:
  • Eigene handwerkliche Tätigkeiten spielen in meiner Freizeit eine große Rolle.
Erwarteter ökonomischer Nutzen:
  • Do-it-yourself kann mir helfen, Kosten für den Handwerkerservice zu vermeiden.
Motive:
  • Do-it-yourself ist mit hoher Anerkennung verbunden.
  • Das Heimwerken hat für mich einen hohen Erlebniswert.
  • Es bereitet mir Freude, Dinge mit den eigenen Händen zu erschaffen oder zu verbessern.
Die vielfältigen Auswertungsmöglichkeiten nach Kundengruppen decken hinsichtlich der DIY-Motivation interessante Zusammenhänge auf:
  • Nichtkunden erkennen zwar noch als speziellen DIY-Nutzen, Kosten für einen Handwerkerservice zu vermeiden und schätzen auch die mit Do-it-yourself verbundene Anerkennung, jedoch fehlt es deutlich am Selbstzweck wie der Freude daran, Dinge mit den eigenen Händen zu erschaffen und dem Erlebniswert beim Heimwerken gleichermaßen. Die Folge: geringe Bedeutung als Form der Freizeitgestaltung und das Do-it-yourself verliert sogar zukünftig noch stärker an Stellenwert im Vergleich zu anderen Freizeitangeboten.
  • Kund:innen, die Filial- und Onlineangebote parallel nutzen, haben gegenüber reinen Filialkund:innen stärkere Ausprägungen beim angegebenen Erlebniswert sowie Involvement als Freizeitbeschäftigung. Diese Multichannel-User geben an, in Zukunft eher mehr Zeit in handwerkliche Tätigkeiten zu investieren.
  • Reine Onlinekunden – ohne Nutzung von Baumarktfilialen – zeichnen sich dagegen durch geringeren Nutzen über DIY und niedrigeres Involvement aus. Hohe 75 Prozent dieser Kundengruppe bestellen neben anderen Onlinehändlern bei Amazon und es ist davon auszugehen, dass Sie darüber den DIY-Mehrwert von Baumärkten nicht gleichermaßen erkennen können.
  • Unter Baby-Boomern als ausgewertete Kundengruppe findet sich einerseits die höchste Quote für die reine Nutzung von Baumarktfilialen – also ohne Onlinekäufe –. Andererseits ist dies gepaart mit den höchsten Anteilen zur gezielten Produkt- und Preisinformation vor dem Besuch im Internet.
  • Kund:innen der Gen Z schätzen an Do-it-yourself von allen Altersgruppen am stärksten den Erlebnischarakter sowie die damit verbundene Anerkennung. Auch die Verhaltensabsicht, zukünftig eigenen handwerklichen Tätigkeiten mehr Vorrang gegenüber anderen Freizeitangeboten einzuräumen ist am stärksten ausgeprägt.
Einen besonders positiven Ausschlag über alle Statements zur DIY-Motivation hinweg zeigen Kund:innen, die digitale Services wie den Newsletter, die App oder die YouTube-Videos der Baumarktbetreiber für ihre DIY-Vorhaben einsetzen. Speziell Nutzer von YouTube-Videos berichten von einem deutlich höher zugesprochenen Erlebniswert und Kostenvorteil ihres DIY-Engagements im Vergleich zur Handwerksleistung.

Für eine Attraktivitätssteigerung der Bau- und Gartenmärkte bei Verbraucher:innen bieten sich aus den Studienergebnissen folgende Punkte an:

  • Eine Zelebrierung von Produktinnovationen vor Ort, um speziell jüngere Verbraucher:innen mehr zu begeistern 
  • Ein zunehmendes Angebot von digitalen Lösungen
    - einerseits, um - wie in anderen Branchen auch - Einkaufsprozesse zu vereinfachen wie Click & Collect, Instore Navigation, SB-Kassen, Scan & Go
    - andererseits z. B. um über YouTube-Videos und Online-Chats die Hemmschwelle der Verbraucher:innen für eigene Heimwerkertätigkeiten zu senken und Produkte sowie deren Anwendung besser zu erklären
  • Mehrwerte in der Filiale liefern, die der Onlinekauf nicht bieten kann wie z. B. haptische Handhabung, Beratungstermine, verlässliches Click & Collect mit Vorteilspreisen, unkompliziertes Retourenhandling, zusätzliche Regionalangebote
  • Für Erlebniswert und Anerkennung der Kundenleistungen sorgen
  • Niedrigschwellige Angebote für Gen Z + Y (aktuell 40% der Kund:innen), um für die dort vorhandene hohe Motivation für Do-it-yourself die richtigen Produkte anzubieten und relevant zu sein, wenn die Nachfrage infolge von Lebensveränderungen wie Auszug oder Familenplanung zunimmt
Die Exklusivstudie für den Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (www.bhb.org) wurde im Rahmen der ersten Teilmessung im Januar zum Kundenmonitor Deutschland 2026 durchgeführt. Als Basis für die BHB-Sonderfragen dienten insgesamt 4.288 Onlineinterviews mit Verbraucher:innen zum Kaufverhalten in den letzten 12 Monaten von Produkten aus den Bereichen Bauen, Heimwerken oder Garten, aufgeschlüsselt nach den jeweiligen Einkaufskanälen (Nichtkauf/Filialkauf/Onlinekauf).

Der BHB engagiert sich seit 1974 für die Interessen der Handelsbetriebe für Heimwerken, Bauen und Gärtnern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie weiterer Unternehmen der DIY-Branche aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor. Kontakt für Medien: [email protected]

Weitere Informationen zum Kundenmonitor Deutschland sowie die Bilder zum Download unter www.kundenmonitor.de.

Kontakt ServiceBarometer AG: Dr. Frank Dornach
Tel.: 089 / 89 66 69 22 – [email protected]
 

Bauen & Wohnen / DIY / Baumärkte / Kundenverhalten / Verbraucher / Studie / Motivation
[lifepr.de] · 31.03.2026 · 11:16 Uhr
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