US-Präsident Trump plant Aussetzung der Kraftstoffsteuer zur Entlastung der Verbraucher
Aussetzung der Kraftstoffsteuer als Reaktion auf Preissteigerungen
Angesichts der drastisch gestiegenen Kraftstoffpreise, die durch den Konflikt mit dem Iran bedingt sind, hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, die Bundeskraftstoffsteuer bis auf Weiteres auszusetzen. Dies soll "so lange, wie es angebracht ist" geschehen, erklärte Trump während einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Obwohl es sich nur um einen kleinen Prozentsatz handelt, ist es dennoch Geld, das die Verbraucher entlasten könnte.
Allerdings bleibt unklar, ob Trump diese Maßnahme im Alleingang umsetzen kann. US-Medien, darunter CBS News, weisen darauf hin, dass eine solche Aussetzung der Bundeskraftstoffsteuer die Zustimmung des Kongresses erfordert. Dies könnte sich als Hürde für die Umsetzung des Plans erweisen, was die Unsicherheit für die Verbraucher und die Märkte erhöht.
Laut der US-Energiestatistikbehörde beträgt die aktuelle Bundeskraftstoffsteuer 18,40 Cent pro Gallone Benzin und 24,40 Cent für Diesel. Angesichts der aktuellen Preisentwicklung, bei der der Durchschnittspreis für eine Gallone Benzin am Montag bei etwa 4,52 US-Dollar lag, ist diese Steuer jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Im Vergleich dazu kostete eine Gallone Benzin vor einem Jahr noch knapp 3,14 US-Dollar.
Zusätzlich zur Bundeskraftstoffsteuer erheben die meisten Bundesstaaten ebenfalls Steuern auf Benzin und Diesel. Im Juli 2024 lag der durchschnittliche Steuersatz für Benzin bei 32,61 Cent und für Diesel bei 34,76 Cent. Diese zusätzlichen Belastungen könnten die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie beeinträchtigen und den Shareholder Value negativ beeinflussen.
Im internationalen Vergleich bleibt das Tanken in den USA jedoch relativ günstig. Der aktuelle Preis für Benzin entspricht umgerechnet etwa einem Euro pro Liter. In Deutschland, wo der Tankrabatt in Kraft ist, müssen Verbraucher für einen Liter Superbenzin der Sorte E10 sowie für Diesel im bundesweiten Durchschnitt knapp zwei Euro zahlen, wie der ADAC berichtet. Diese Preisunterschiede könnten potenzielle Investoren dazu anregen, die Marktbedingungen in den USA genauer zu analysieren, um von den günstigeren Preisen zu profitieren.

