US-Notenbankchef Powell verunsichert Märkte - Euro-Kurs leicht gesunken
Der Euro hat am Mittwochmorgen leicht an Wert verloren und wurde zu 1,1798 US-Dollar gehandelt, nachdem er am Vorabend höher notierte. Der Rückgang des Euro ist möglicherweise auf die jüngsten Äußerungen von Jerome Powell, dem Präsidenten der US-Notenbank, zurückzuführen. Er machte deutlich, dass der geldpolitische Kurs der Fed vorerst unbestimmt bleibt.
In seiner Ansprache verwies Powell auf die Risiken am US-Arbeitsmarkt sowie die Entwicklung der Inflation. Die kurzfristigen Inflationsrisiken schätzt er als tendenziell ansteigend ein, während die Risiken für die Beschäftigung nach unten zeigten. Diese Herausforderungen lassen den Ausgang der nächsten Zinsentscheidung der Fed im Oktober im Dunkeln, was die Finanzmärkte verunsichert.
Erst letzte Woche hatte die US-Notenbank den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt, ein Schritt, der in diesem Jahr erstmals vollzogen wurde. Zudem signalisierte die Fed die Möglichkeit zweier weiterer Zinssenkungen um jeweils 0,25 Punkte bis Jahresende. Im Laufe des Tages richten sich die Blicke der Investoren auf die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimas, das als Indikator für die wirtschaftliche Lage in Deutschland gilt. Erwartet wird hierbei eine leichte Verbesserung in der größten Volkswirtschaft der Eurozone. Weitere bedeutende Konjunkturdaten stehen heute nicht auf dem Programm, sodass Investoren ihre Entscheidungen auf diese Informationen stützen müssen.

