US-Luftangriffe und ihre Folgen: Verwirrung um Irans Nuklearprogramm
Die Folgen der jüngsten US-Luftangriffe auf iranische Atomanlagen bleiben unklar. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wird heute gemeinsam mit Militärs neue Angaben auf einer Pressekonferenz machen.
Während die CIA von schwerwiegenden Schäden spricht, lässt sich dies momentan schwer unabhängig bestätigen. Ein durchgesickertes Gutachten des US-Militärgeheimdienstes DIA hält fest, dass das Atomprogramm des Iran nur einige Monate zurückgeworfen wurde, was das Weiße Haus scharf kritisierte und die Darstellung als falsch verurteilte.
Präsident Donald Trump steht fest zu seiner Einschätzung, dass die Anlagen vollständig zerstört wurden. In einer unterstützenden Aussage unterstreicht CIA-Direktor John Ratcliffe, dass der Wiederaufbau der Anlagen Jahre in Anspruch nehmen würde, was von der Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard auf der Plattform X bestätigt wurde.
Sie bekräftigte, dass der Iran nach wie vor keine Atombombe baut, was die Äußerungen von Präsident Trump untermauert. Hinter den Angriffen steht die Sorge, der Iran könnte verdeckt an Atomwaffen arbeiten, während er die Nutzung für zivile Zwecke beteuert.
Auch die ständige Produktion von hochangereichertem Uran wirft Fragen auf. Israelische Medien berichten jedoch, dass es unsicher ist, wie viel Uran tatsächlich bei den Angriffen vernichtet wurde.
Kritik übte Trump inmitten dieser Entwicklungen an Israels Justiz, die sich mit einem Korruptionsprozess gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu befasst. Trump forderte, diese 'Hexenjagd' zu beenden. Netanjahu ist mit Vorwürfen des Betrugs und der Bestechlichkeit konfrontiert, die er stets bestritt.
Zwischenzeitlich sorgt die Bundeswehr für die Evakuierung weiterer deutscher Staatsbürger aus Israel. Trotz Waffenruhe in der Region bleibt die Sicherheit vorrangig; knapp 800 Personen wurden bereits ausgeflogen, um ihnen eine sichere Heimkehr zu ermöglichen.
Indes bleibt die Situation in den palästinensischen Gebieten angespannt. Ein Angriff israelischer Siedler auf ein Dorf im Westjordanland hat zu tödlichen Auseinandersetzungen geführt. Der Vorfall resultierte in drei Todesopfern und mehreren Verletzten, was die bestehende Unruhe in der Region untermauert.

