US-Industrie und Eurozone im Fokus: Konjunkturelle Entwicklungen im März
Der US-amerikanische Einkaufsmanagerindex für die Industrie überraschte im März negativ. Wie das Institute for Supply Management (ISM) bekannt gab, sank der Index um 1,3 Punkte auf 49,0, während Analysten von einem milderen Rückgang auf 49,5 Punkte ausgegangen waren. Diese Entwicklung deutet auf eine stärkere Eintrübung der Stimmung in der Industrie hin, als ursprünglich angenommen.
In der Eurozone hingegen zeigt sich ein differenzierteres Bild. Zwar schwächt sich die Inflation laut Eurostat weiter ab, indem sie von 2,3 Prozent im Februar auf 2,2 Prozent im März zurückging, was sicherlich ein Lichtblick vor dem bevorstehenden Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank ist. Gleichzeitig verbesserte sich die Industriefirmen-Stimmung den dritten Monat in Folge, angetrieben durch einen Anstieg des Einkaufsmanagerindex von S&P Global auf 48,6 Punkte. Allerdings wurde die Erstschätzung leicht nach unten korrigiert.
Erfreuliche Nachrichten kommen vom Arbeitsmarkt der Eurozone: Die Arbeitslosenquote fiel im Februar auf ein Rekordtief von 6,1 Prozent, das niedrigste Niveau seit Einführung des Euro 1999. Experten hatten mit einer unveränderten Quote gerechnet, was die positive Überraschung unterstreicht.
An anderen Schauplätzen gibt es ebenfalls bemerkenswerte Entwicklungen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck äußerte auf der Hannover Messe Wehmut angesichts seiner bevorstehenden Amtsübergabe. Beim Thema Rentenpolitik warnte DGB-Chefin Yasmin Fahimi vor "Rechentricks", während Schweizer Behörden ihre Sanktionen gegen russische Vermögenswerte ausweiteten, deren Summe nun 7,4 Milliarden Franken beträgt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, dass neue US-Zölle voraussichtlich die Pharmaindustrie betreffen werden. Außerdem erhielt die Ukraine eine bedeutende EU-Finanzhilfe in Höhe von 3,5 Milliarden Euro, um ihre makroökonomische Stabilität zu sichern.

