US-Industrie: Gedämpfte Stimmung drückt ISM-Index erneut
Die US-amerikanische Industrie sieht einem weiteren Rückgang ihrer wirtschaftlichen Stimmung entgegen, wie der aktuelle ISM-Index aufzeigt. Der Einkaufsmanagerindex sank leicht um 0,2 Punkte auf 48,5, so das Institute for Supply Management in Tempe diesen Montag. Dies markiert das vierte Mal in Folge, dass der Index gesunken ist, und weist den niedrigsten Stand seit November des Vorjahres auf. Im Gegensatz dazu hatten Wirtschaftsexperten mit einem Anstieg auf 49,5 Punkte gerechnet.
Der ISM-Index bleibt somit unter der Wachstumsgrenze von 50 Punkten und deutet auf eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den USA hin. Noch im Januar hatte der Indikator zum ersten Mal seit Oktober 2022 die 50-Punkte-Marke überschritten und konnte sich auch im Februar knapp darüber halten.
Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Landesbank Helaba, sieht die Aussichten des Sektors weiterhin trüb. Obwohl verstärkte Erwartungen an die Fed hinsichtlich Zinssenkungen bestehen, warnt Umlauf vor übertriebenem Optimismus. Der immer noch hohe Indexwert für bezahlte Preise lasse die Fed keine Eile mit der Lockerung der Geldpolitik verspüren, um möglichen Inflationsgefahren entgegenzuwirken.

