US-Hypothekenzinsen sinken leicht, bleiben jedoch hoch
Die langfristigen US-Hypothekenzinsen haben zum zweiten Mal in Folge einen leichten Rückgang verzeichnet. Wie Freddie Mac mitteilt, sank der Satz für eine 30-jährige Hypothek von 6,85 % auf 6,84 %. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 6,95 %.
Trotz dieser jüngsten Entwicklungen bleiben die Kosten für Hauskredite auf einem hohen Niveau. Die Entwicklung der Hypothekenzinsen wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Zinsentscheidungen der Federal Reserve, die Erwartungen der Anleger im Anleihemarkt in Bezug auf die wirtschaftliche Lage und die Inflation.
Ein wesentlicher Richtwert bei der Preisbestimmung der Hypotheken ist die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen, welche gegenwärtig bei 4,38 % liegt – ein Rückgang gegenüber den 4,58 % vor einigen Wochen. Trotz jüngster Bedenken über die US-Schuldenpolitik und Schwankungen im Anleihenmarkt haben sich die Hypothekenzinsen im Jahr 2023 nahe der Marke von 7 % stabilisiert. Das niedrigste Niveau erreichten sie im April bei 6,62 %.
Auch wenn die Anträge auf Hypotheken zuletzt wieder angestiegen sind, bleibt der US-Immobilienmarkt aufgrund der hohen Kreditzinsen im Verkaufstief. Dies zeigt sich auch in den Verkaufszahlen: Die Verkäufe existierender Wohnimmobilien erreichten im letzten Jahr den Tiefpunkt der letzten fast 30 Jahre. Der Verkaufsrückgang setzte sich auch im April fort – auf das niedrigste Niveau seit 2009.
Die jüngsten Marktdaten deuten darauf hin, dass der Trend zu rückläfigen Verkäufen anhalten könnte. Trotz einiger Anzeichen für eine Stabilisierung der Zinssätze rechnen Experten im Jahresverlauf mit keinem signifikanten Wandel. Die durchschnittlichen 30-jährigen Hypothekenzinsen dürften sich zwischen 6 % und 7 % einpendeln.
Bei 15-jährigen Hypotheken fiel der Zinssatz hingegen leicht auf 5,97 %, ein Rückgang von 0,02 % gegenüber der Vorwoche und deutlich unter dem Vorjahreswert von 6,17 %.

