US-Gericht verurteilt BitBoy zu Schadensersatz wegen Verleumdung gegen Kevin O'Leary

Ein US-amerikanischer Bundesrichter hat den Krypto-Influencer Ben Armstrong, bekannt als "BitBoy", dazu verurteilt, $2,8 Millionen zu zahlen, nachdem er sich in einem Verleumdungsprozess nicht verteidigt hatte. Die Klage wurde von dem Investor und Fernsehpersönlichkeit Kevin O'Leary eingereicht.
Gerichtsdokumenten zufolge erließ Richterin Beth Bloom vom US-Bezirksgericht des Southern District of Florida das Versäumnisurteil, da Armstrong während des Verfahrens keine Antwort gegeben hatte. Der Schadensersatz umfasst etwa $78.000 für Rufschädigung, $750.000 für seelische Belastung und $2 Millionen als Strafschadensersatz.
Hintergrund des Falls
Der Fall geht auf eine Reihe von Beiträgen zurück, die Armstrong im März 2025 auf der Plattform X veröffentlichte. Darin beschuldigte er O'Leary und dessen Frau des Mordes und behauptete, sie hätten Millionen gezahlt, um ihre Beteiligung an einem tödlichen Bootsunfall 2019 in Ontario zu vertuschen.
Bei dem Unfall kamen zwei Menschen ums Leben, als ein Boot ein anderes rammte. O'Leary war nur Passagier und wurde nie angeklagt. Seine Frau, Linda O'Leary, wurde nach einem 13-tägigen Prozess vom Vorwurf der fahrlässigen Bootsführung freigesprochen. Armstrong veröffentlichte O'Learys private Telefonnummer und forderte seine Anhänger auf, ihn als "echten Mörder" zu kontaktieren. Diese Beiträge führten zu einer vorübergehenden Sperrung seines Kontos.
Im Januar 2026 versuchte Armstrong, das Versäumnisurteil aufzuheben. Er gab an, dass Inhaftierung und psychische Gesundheitsprobleme seine Teilnahme verhinderten, während versiegelte Dokumente auf eine bipolare Störung hinwiesen. Das Gericht wies den Antrag zurück und stellte fest, dass Armstrong ordnungsgemäß informiert worden war und fast ein Jahr gewartet hatte, bevor er handelte.
Rechtliche Probleme
Das Urteil erweitert die Liste der rechtlichen Probleme, mit denen Armstrong seit 2023 konfrontiert ist. Im März 2025 wurde er aufgrund eines Haftbefehls wegen angeblicher Drohungen gegen einen Richter in Georgia festgenommen und im Juni 2025 erneut wegen mehrfacher Belästigungsanrufe verhaftet.
Armstrong wurde im August 2023 von der Marke BitBoy Crypto entfernt, nachdem das Mutterunternehmen Bedenken wegen Drogenmissbrauchs geäußert hatte, was seine Karriere als eine der sichtbarsten Figuren in den Krypto-Medien beendete.
Seine Karriere war wiederholt von Kontroversen überschattet, darunter Eingeständnisse bezahlter Promotionen für gescheiterte oder betrügerische Projekte und ein hochkarätiger Rechtsstreit mit dem YouTuber Atozy, den er letztlich nach einem Aufschrei der Krypto-Community aufgab.

