US-Finanzminister drängt Europa zu strengeren Sanktionen gegen russischen Ölexport
In einer dramatischen Botschaft richtete US-Finanzminister Scott Bessent einen eindringlichen Appell an Europa, sich den Sanktionen gegen Länder anzuschließen, die nach wie vor russisches Erdöl beziehen. Die USA haben bereits erhebliche Zölle von 25 Prozent auf Importe aus Indien eingeführt, um Indiens Öleinkäufe aus Russland zu sanktionieren. 'Die europäischen Nationen müssen bereit sein, diese sekundären Sanktionen zu unterstützen', betonte Bessent in einem Interview mit Bloomberg TV.
Für zusätzlichen Nachdruck sorgte Bessents Ankündigung, dass US-Präsident Donald Trump bei einem bevorstehenden Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska keine Optionen ausschließen werde: 'Alle Möglichkeiten werden in Betracht gezogen', so Bessent. Dies könnte entweder eine Verschärfung oder Lockerung der Sanktionen bedeuten, welche sowohl zeitlich begrenzt als auch unbefristet sein könnten. Diese Aussage verdeutlicht die anhaltende Flexibilität Washingtons im Umgang mit Moskau.
Beim jüngsten G7-Gipfel stellte Bessent eine provokante Frage in den Raum: Würden die Anwesenden einen drastischen Zoll von 200 Prozent auf Güter aus China akzeptieren, um den Ölimport aus Russland zu treffen? Die diplomatischen Anwesenden der G7-Staaten reagierten unverblümt mit Betroffenheit — eine stille, aber laute Aussage über die verzwickte geopolitische Lage. Vor dem Hintergrund dieser Geschehnisse bleibt der Druck auf die Energieexporte Russlands bestehen, deren Erlöse seit dem Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 eine kritische Rolle in Moskaus Wirtschaft spielen.

