US-Börsenaufschwung erwartet: Tech-Werte im Fokus, Unsicherheiten vor Jahreswechsel

Die Erholung des US-Aktienmarktes stand am Montag im Raum, nachdem ein schwacher Wochenschluss vergangene Woche vor allem durch Gewinneinbrüche bei KI-Werten geprägt war. Diese Sorgen um hohe Bewertungen im Technologiebereich führten dazu, dass Investoren kurz vor dem Jahreswechsel Kasse machten. Solide Standardwerte konnten sich hingegen besser behaupten und teilweise beträchtliche Gewinne verzeichnen.
Der Dow Jones Industrial, als bedeutendster globaler Aktienindex, zeigte eine Stunde vor dem Handelsbeginn einen Avancetrend von nahezu einem halben Prozent und erreichte damit 48.675 Punkte. Der Index war am vorherigen Freitag auf ein neues Rekordhoch gestiegen, stand jedoch unter Druck. Eine ähnliche Entwicklung wurde für den Tech-lastigen Nasdaq 100 mit einem erwarteten Plus von gut einem halben Prozent auf 25.336 Punkte prognostiziert.
Marktteilnehmer richteten ihre Aufmerksamkeit auf den Empire State Index, einen wichtigen Frühindikator für die US-Wirtschaft, dessen Ergebnisse aus der Industrie des Bundesstaates New York erwartet wurden. In den folgenden Tagen könnten weitere Wirtschaftsindikatoren, darunter Arbeitsmarktdaten für Oktober und November, die durch den Haushaltsstreit verursachte Verzögerung erlitten, den Trend bestimmen.
Am Dienstag stehen exklusive Einblicke in die Arbeitsmarktentwicklung der letzten Monate zur Verfügung, während am Donnerstag mit Spannung Inflationsdaten erwartet werden. Diese Zahlen sind entscheidend für die Politik der US-Notenbank Fed, die ihren Leitzins aufgrund von Sorgen um den Arbeitsmarkt kürzlich gesenkt hatte, wobei künftige Entscheidungen erst im kommenden Jahr Wirkung zeigen dürften.
Unter den Einzelwerten konnte Adobe vorbörslich Verluste nicht vermeiden, nachdem Keybanc die Aktie wegen KI-gestützter Wettbewerbsrisiken herabgestuft hatte. Positive Resonanz erhielten hingegen Hotelkonzerne wie Hilton Worldwide, Las Vegas Sands und Marriott dank Kaufempfehlungen von Goldman Sachs, während Wyndham Hotels & Resorts und Caesars Entertainment neutrales Feedback auslöste.
Besonders negativ stach die Bewertung der Texas Instruments-Aktie heraus, die von "Buy" auf "Sell" herabgestuft wurde. Die Analysten von Goldman Sachs sehen in dem Unternehmen für analoge und integrierte Halbleiter begrenzte Wachstumsperspektiven im Vergleich zu seinen Mitbewerbern.
Ein düsteres Kapitel schlug iRobot auf, nachdem der Pionier für autonom agierende Staubsauger Insolvenz nach Chapter 11 anmelden musste. Ein Sanierungsverfahren wird eingeleitet, wobei der chinesische Hauptlieferant künftig die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen könnte.

