US-Börsen taumeln: Tech-Giganten strahlen, doch Oracle enttäuscht
Die große Bühne der US-Börsen zeigte sich zu Beginn des Handelstages vielseitig, nachdem die Märkte am Vortag Verluste hinnehmen mussten. Trotz der nahen Bestmarken deutet vieles darauf hin, dass den Märkten zum Jahresende die Luft ausgeht. „Die Anleger sind auf der Suche nach neuen Impulsen“, beschreibt Lee Hardman, Investmentstratege der MUFG Bank, die aktuelle Situation.
Zwar gab der Dow Jones um 0,15 Prozent nach und fiel auf 44.336 Punkte zurück, doch der Nasdaq 100 setzte ein positives Zeichen mit einem Anstieg um 0,35 Prozent auf 21.516 Punkte. In dieser technologielastigen Arena waren Alphabet und Tesla die leuchtenden Sterne, die ihre Kurse um bis zu fünf Prozent steigerten. Auch der S&P 500 verbuchte ein moderates Plus von 0,13 Prozent und erreichte 6.061 Zähler.
Im Rampenlicht fand sich Oracle, das nach einem enttäuschenden Quartalsbericht mit einem Kursrutsch von 8,5 Prozent konfrontiert wurde. Dabei hatte die Aktie zuvor beeindruckende Höhen erklommen und war in diesem Jahr bereits um etwa 80 Prozent gestiegen. Analyst Brent Thill von Jefferies brachte es auf den Punkt: Die ehrgeizigen Erwartungen wurden verfehlt, und Oracle benötigt dringend einen Schub im Auftragsbestand und bei den Cloud-Erlösen. Dennoch bleibt ein Jahresplus von 65 Prozent bestehen.
Eine andere Erzählung bietet Alaska Air, die mit optimistischen Prognosen für das laufende Quartal glänzte und sogar für 2025 die Experteneinschätzungen übertrifft. Die Expansion nach Asien und Europa, gepaart mit einem geplanten Aktienrückkaufprogramm, lieferte Gründe für starke Kursgewinne von 15 Prozent – der höchste Wert seit Sommer 2021.
Boeing, ein weiterer Lichtblick, feierte einen Anstieg von 3,1 Prozent und behauptete damit den Spitzenplatz im Dow. Nach einem arbeitsbedingten Produktionsstopp hat das Unternehmen die Fertigung seines Erfolgsmodells 737 Max wieder aufgenommen.

