US-Börsen in Habachtstellung: Spannung vor Fed-Entscheidung und Tech-Berichtssaison
Zum Wochenbeginn zeigen sich die Anleger an den US-Märkten zunächst zurückhaltend, während wesentliche Ereignisse auf der Agenda stehen. Der Dow Jones Industrial wird von IG vor Handelsstart annähernd unverändert bei 49.097 Punkten gelistet. Dagegen wird der technologieorientierte Nasdaq 100 mit einem Minus von 0,2 Prozent erwartet.
Ein zentrales Ereignis dieser Woche ist die Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed. Erwartungsgemäß bleiben die Leitzinsen unverändert, indes rückt die Frage nach dem zukünftigen Chef der Fed in den Vordergrund. Die Amtszeit von Jerome Powell endet im Mai, und mögliche Nachfolger sind Rick Rieder von Blackrock sowie der ehemalige Notenbanker Kevin Warsh. Gleichzeitig ziehen die bevorstehenden Quartalsberichte von Apple, Microsoft, Tesla und Meta die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Die Märkte sind gespannt, ob sich die massiven Investitionen dieser Tech-Giganten in Künstliche Intelligenz bereits rentiert haben.
Ein weiterer Diskussionspunkt ist die drohende Regierungsstilllegung in den USA. Der Senat, dominiert von den Demokraten, verlangt die Unterbrechung der Finanzierung des Heimatschutzministeriums als Druckmittel für eine Einigung über Einwanderungsgesetze. Zusätzlich verleiht der sprunghafte Anstieg des Goldpreises, der erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar überschritten hat, den Minengesellschaften Aufwind. Barrick Mining und Newmont Mining verzeichnen im vorbörslichen Handel Zuwächse von 2,9 bzw. 3,6 Prozent.
Unruhe gibt es im Pharmasektor, wo Merck & Co die Gespräche über eine Übernahme von Revolution Medicines beendet hat, weil keine Einigung über den Kaufpreis erzielt werden konnte. Infolge dieser Nachricht stürzten die Revolution Medicines-Aktien um 21 Prozent ab, während Merck-Aktien nahezu stabil blieben.

