US-Börsen im Aufwind: Inflationsdaten treiben Rekordjagd voran
Die jüngsten Inflationsdaten haben für frischen Wind an den US-Börsen gesorgt. Der technologiestarke Nasdaq 100 sowie der breit gefächerte S&P 500 erklommen neue Rekordstände. Auch der Dow Jones Industrial Index konnte in beeindruckender Manier zulegen, obgleich er seinen Höchststand vom Ende des letzten Jahres noch nicht erreicht hat. Interessanterweise blieb die Inflation in den USA trotz erhöhter Zölle stabil, wie aktuelle Juli-Daten belegen. Ökonomen der ING Bank interpretierten dies als ein überschaubares Risiko durch die Tarife, was der US-Notenbank Raum für eine Zinssenkung im September eröffnet. Mit neuem Optimismus begann somit der Börsentag am Dienstag in New York. Der Dow schloss mit einem Plus von 1,07 Prozent bei 44.444 Punkten, der Nasdaq 100 stieg um 1,19 Prozent auf 23.807 Punkte und der S&P 500 gewann 1,00 Prozent auf 6.437 Punkte. Im Dow Jones setzte sich Goldman Sachs an die Spitze, beflügelt von einem neuen Rekordhoch, mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent. Boeing folgte dichtauf mit einem Anstieg von 1,9 Prozent, gestützt durch positive Zahlen zur Auslieferung ihrer Modelle 737 Max und 787. Diese wurden besonders von Analyst Ken Herbert von RBC positiv hervorgehoben. Intel-Aktien verzeichneten einen beachtlichen Anstieg von 4,3 Prozent. Noch in der Vorwoche hatte US-Präsident Donald Trump einen Wechsel an der Unternehmensspitze des angeschlagenen Chipkonzerns gefordert. Nun nimmt er versöhnliche Töne an und lobt den Aufstieg von Vorstandschef Lip-Bu Tan als eine "tolle Geschichte" auf seiner Plattform Truth Social. Auf der anderen Seite der Medaille fiel der Chemiekonzern Celanese mit einem abrupten Kursrückgang von 11 Prozent auf, ausgelöst durch eine enttäuschende Gewinnprognose für das dritte Quartal. Das Management sieht eine Abschwächung der Nachfrage in wesentlichen Endmärkten voraus. Auch Cardinal Health musste einen Rückgang um 7,5 Prozent hinnehmen, trotz der Ankündigung, das auf Urologie spezialisierte Unternehmen Solaris Health für 1,9 Milliarden Dollar erwerben zu wollen.

