US-Börsen geraten ins Straucheln: Rezessionsängste und Fed-Politik verunsichern Investoren
Die US-Börsen stehen unter Druck, da Investoren aufgrund der ungewissen wirtschaftlichen Lage und einer unklaren Geldpolitik der Federal Reserve zunehmend verunsichert sind. Der Dow Jones Industrial musste einen Verlust von 1,07 Prozent hinnehmen und fiel auf 46.091,74 Punkte, den niedrigsten Stand seit Mitte Oktober. Noch in der Vorwoche hatte der Leitindex ein Rekordhoch erklommen, von dem er nun fast 5 Prozent eingebüßt hat.
Der S&P 500 verlor ebenfalls 0,83 Prozent und notierte bei 6.617,32 Zählern, während der technologielastige Nasdaq 100 ein Minus von 1,20 Prozent auf 24.503,10 Punkte verzeichnete. Diese Entwicklungen spiegeln die anhaltende Skepsis der Anleger wider, die trotz des zunächst aufgebauten Optimismus wieder auf breiter Front gestiegen ist. Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robomarkets, weist auf die bevorstehende Quartalsbilanz von Nvidia hin, die die Märkte weiter belasten könnte. Die Aktien des Chip-Giganten verloren im Vorfeld weiter an Boden.
Zudem bleibt unklar, ob die US-Notenbank Fed ihren Zinssenkungszyklus nach zwei geldpolitischen Lockerungen abgeschlossen hat. Die Entscheidung hierüber wird von zukünftigen Konjunkturdaten abhängen, deren Veröffentlichung sich aufgrund eines kürzlichen Shutdowns verzögert.
Im Dow waren die Aktien von Home Depot mit einem Minus von 6 Prozent der größte Verlierer, nachdem das Unternehmen enttäuschende Quartalsgewinne meldete und seine Jahresprognose nach unten korrigierte. Demgegenüber führten Papiere von Merck & Co die Gewinnerliste mit einem Anstieg von 3,8 Prozent an, getragen von positiven Studiendaten zu einem neuen Medikament.
Amazon und Microsoft litten unter schwachen Marktentwicklungen und Herabstufungen durch Rothschild & Co Redburn, was ihre Aktien um 4,4 bzw. 2,7 Prozent drückte. Auch Cloudflare musste einen Kursrückgang von fast 3 Prozent verkraften, ausgelöst durch eine technische Störung, die zahlreiche Webseiten beeinträchtigte.
Ein Lichtblick boten die Aktien von Warner Brothers Discovery, die um 4,2 Prozent zulegten. Branchenberichte zufolge soll der Medienkonzern Paramount Skydance an einer Übernahme von WBD für 71 Milliarden US-Dollar interessiert sein, was das Interesse an diesen Titeln deutlich erhöhte.

