US-Banken reagieren auf Ölpreisverfall mit angepassten Prognosen
Die angespannte globale Handelssituation hat führende US-Banken veranlasst, ihre Erwartungen für die Ölpreise deutlich zu revidieren. Goldman Sachs hat innerhalb einer Woche bereits zum zweiten Mal die Prognosen gesenkt. Für Brent-Öl, das aus der Nordsee stammt, wird nun bis Jahresende ein Preis von 62 US-Dollar je Barrel erwartet, was eine weitere Reduzierung um 4 Dollar bedeutet. Auch der Preis für WTI-Rohöl aus den USA wird von Goldman Sachs nun bei 58 Dollar pro Fass bis Ende des Jahres gesehen.
Die neue Zollpolitik der US-Regierung, die nahezu sämtliche Importe betrifft, hat die Rohölpreise drastisch einbrechen lassen. Die Notierungen für Nordseeöl sind in wenigen Tagen um 12 Dollar gefallen, was einem Rückgang von etwa 16 Prozent entspricht. Die Preise für Brent-Öl lagen zuletzt um die 63 Dollar-Marke, während WTI bei 59 Dollar gehandelt wurde.
Goldman Sachs prognostiziert einen anhaltenden Rückgang der Ölpreise und rechnet im nächsten Jahr mit einem durchschnittlichen Preisniveau unter 60 Dollar. Ebenso haben die Analysten von Morgan Stanley ihre Erwartungen stark angepasst. In ihrer neuesten Analyse wurde der Preis für Brent-Öl um 5 Dollar pro Barrel gesenkt, und sie erwarten, dass die Preise im laufenden Quartal bei 65 Dollar liegen werden. Auch die Wachstumsprognose für die Ölnachfrage in der zweiten Jahreshälfte wurde von ihnen erheblich nach unten korrigiert.

