US-Ausfuhrbeschränkungen bringen Nvidia um Milliarden-Geschäft
Der renommierte Halbleiterriese Nvidia kalkuliert den Verlust durch die verschärften Exportrestriktionen der amerikanischen Regierung auf satte 15 Milliarden US-Dollar. Diese Einbußen ergänzen bereits verbuchte Abschreibungen in Höhe von 5,5 Milliarden Dollar für nicht abgesetzte Lagerbestände, wie CEO Jensen Huang kürzlich im Podcast "Stratechery" erläuterte.
Huang äußerte zudem die Einschätzung, dass diese Beschränkungen China keineswegs davon abhalten, in der Entwicklung Künstlicher Intelligenz voranzuschreiten. Vielmehr wäre eine ungewollte Konsequenz der US-Politik der Aufbau einer isolierten chinesischen KI-Branche, die eines Tages als ernstzunehmender Wettbewerber der amerikanischen auftreten könnte.
Von der neuen Handelsdoktrin betroffen sind auch die modifizierten Hochleistungschips des Unternehmens. Trotz ehemals bestehender Auslieferungen einer abgespeckten Chip-Version namens H20, sind nun auch diese seit Mitte April durch die aktuelle Politik des Präsidenten Donald Trump von den Maßnahmen betroffen.
All diejenigen, die annehmen, dass die Unterbindung des H20-Chips den Fortschritt der chinesischen KI-Technologie lähmen könnte, sollten ihre Einschätzung überdenken, so Huang. Er betonte, dass eine weitere Reduzierung der Leistungsfähigkeit dieser Chips nicht mehr möglich sei. Die AI-Chips von Nvidia, die als Schlüsselfaktor für den florierenden Markt der Künstlichen Intelligenz gelten, bleiben auch für chinesische Unternehmen unersetzlich.

