US-Auftragseingänge für langlebige Güter übertreffen Erwartungen
Die jüngsten Zahlen aus den Vereinigten Staaten haben in der Wirtschaftsgemeinschaft für eine überraschend positive Stimmung gesorgt. Nach den neuesten Angaben des US-Handelsministeriums gingen die Aufträge für langlebige Güter im Juli um 2,8 Prozent zurück und fielen damit geringer aus als prognostiziert. Im Vorfeld hatten Volkswirte einen deutlicheren Rückgang von 3,8 Prozent erwartet, nachdem die Bestellungen im Monat zuvor noch um beachtliche 9,4 Prozent gesunken waren.
Besonders erfreulich fiel das Auftragsplus in der Kategorie der langlebigen Güter ohne Transportmittel aus, wo ein Anstieg von 1,1 Prozent registriert wurde. Auch hier übertrafen die tatsächlichen Zahlen die bereits optimistischeren Erwartungen der Volkswirte von nur 0,2 Prozent. Die Märkte reagierten positiv auf diese Entwicklung, die kaum Anlass zu vermehrten Konjunktursorgen gibt. Der Ökonom Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) betonte, dass die Zahlen eher auf eine stabile Wirtschaftslage hindeuten.
Auch die Bestellungen von Kapitalgütern, ausgenommen Militär- und Luftfahrzeugbereich, zeigten einen Zuwachs von 1,1 Prozent. Solche Zahlen gelten traditionell als Gradmesser für die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und könnten auf eine stabile bis leicht optimistische Zukunftsvorstellung der amerikanischen Wirtschaft hindeuten.

