US-Arbeitsmarkt: Verhaltener Zuwachs signalisiert Tempoverlust
Die jüngsten Zahlen aus der amerikanischen Privatwirtschaft zeigen einen deutlichen Rückgang bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze. Laut dem Arbeitsmarktdienstleister ADP wurden im Mai lediglich 37.000 neue Stellen geschaffen. Diese Zahl lag weit unter den Prognosen von Volkswirten, die mit einem Plus von 114.000 Stellen gerechnet hatten. Bereits im April waren die Zahlen mit nachträglich korrigierten 60.000 Neueinstellungen moderat ausgefallen.
ADP-Chefökonomin Nela Richardson betonte, dass nach einem starken Beginn des Jahres 2023 die Dynamik bei den Neueinstellungen aktuell nachgelassen habe. Trotzdem bleibe das Lohnwachstum auf einem anhaltend hohen Niveau, was für Stabilität im Konsumsektor sorgen könnte.
Der amerikanische Arbeitsmarkt wird auch von der Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve genau beobachtet, die zuletzt auf eine Anpassung der Zinssätze verzichtet hatte. Zu den Unsicherheiten tragen zudem die wirtschafts- und handelspolitischen Maßnahmen von Präsident Donald Trump bei, die in den vergangenen Monaten für Verwirrung gesorgt haben. Der am Freitag erwartete monatliche Bericht der US-Regierung wird weitere Einsichten in den Zustand des Arbeitsmarktes liefern.

