US-Arbeitsmarkt überrascht: Deutlicher Anstieg bei Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten hat in der vergangenen Woche überraschend stark zugenommen. Laut Mitteilung des US-Arbeitsministeriums sind die Anträge um 14.000 auf insgesamt 249.000 angestiegen. Dies übertraf die Prognosen von Volkswirten deutlich, die einen Anstieg auf lediglich 236.000 Anträge vorausgesehen hatten. Finanzmärkte verfolgen die wöchentlichen Erstanträge als wichtigen, zeitnahen Indikator für den Zustand des US-Arbeitsmarktes. Bereits an diesem Freitag wird der offizielle Arbeitsmarktbericht der Regierung für den Monat Juli veröffentlicht, der weitere Aufschlüsse über die Beschäftigungslage geben dürfte. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes ist für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) von erheblicher Bedeutung, da Lohnentwicklung und Preisstabilität damit eng verknüpft sind. In der Vergangenheit zeigte sich der US-Arbeitsmarkt zäh und widerstandsfähig. Dennoch gibt es Anzeichen, dass sich die Lage abkühlt. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Fed am Mittwoch Signale für eine mögliche Zinssenkung im September gegeben hat, um der jüngsten Inflationswelle entgegenzuwirken.

