US-Aktienmärkte: Volatile Entwicklungen trotz rückläufiger Inflation
Nach den jüngsten eindrucksvollen Kurszuwächsen folgte an den US-Aktienmärkten am Donnerstag ein Rückschlag. Weder die im März unerwartet gesunkene Inflation noch die Bemühungen um Klarheit konnten die Verunsicherung in den Handelsräumen vertreiben. Die weiterhin unvorhersehbare Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sorgt für anhaltende Turbulenzen. Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, beschreibt die gegenwärtige Lage anschaulich als ein „Katz-und-Maus-Spiel“, welches viel Vertrauen zerstört habe.
Der Dow Jones Industrial, das Herzstück der US-Aktienindizes, notierte zur Handelseröffnung 2,4 Prozent im Minus bei 39.623 Punkten. Der vorhergehende Handelstag hatte einen fulminanten Wendepunkt gebracht, als die überraschend verkündete 90-tägige Zollpause unter Trumps Administration zu einem Anstieg von fast 8 Prozent innerhalb weniger Minuten geführt hatte. Für den Index war dies der höchste Tagesgewinn in seiner Geschichte und markierte einen bemerkenswerten Moment an den Märkten.
Am Mittwoch erzielte der S&P 500 einen außergewöhnlichen Anstieg um 9,5 Prozent, was seine stärkste Tagesperformance seit der Finanzkrise 2008 repräsentierte. Doch der gleiche Index fiel am Donnerstag um 2,9 Prozent auf 5.299 Zähler zurück. Der Nasdaq 100, geprägt von dominanten Technologieaktien, verlor am Donnerstag 3,4 Prozent und landete bei 18.498 Punkten. Zuvor hatte er am Vortag einen beeindruckenden Sprung von mehr als 12 Prozent verzeichnet, den größten Tagesgewinn seit 2001.

