Unwetter im Gazastreifen: Humanitäre Notlage durch Überschwemmungen verschärft

Die Nachwirkungen eines schweren Unwetters haben im Gazastreifen eine akute humanitäre Krise hervorgerufen, die von den örtlichen Behörden als "komplexe humanitäre Katastrophe" bezeichnet wird. Schwere Überschwemmungen führten bisher zur Bergung von elf Todesopfern, während laut Berichten aus kreisnahen Medien der islamistischen Hamas 13 Häuser kollabierten und über 53.000 Zelte entweder beschädigt, zerstört oder weggeschwemmt wurden.
Das Unwetter trifft eine bereits fragile Region besonders hart, da Schätzungen zufolge etwa 250.000 der 1,5 Millionen Menschen, die infolge des Gaza-Kriegs in Zelten oder provisorischen Behausungen lebten, von den Überschwemmungen betroffen sind. Diese Zahlen konnten bislang nicht unabhängig überprüft werden.
Im Gazastreifen, einem schmalen Küstenstreifen von etwa 41 Kilometern Länge und 6 bis 12 Kilometern Breite, leben insgesamt über zwei Millionen Palästinenser, wobei mehr als die Hälfte dieses Gebiets seit einer Waffenruhe am 10. Oktober, die im Zusammenhang mit dem Hamas-Anschlag vom 7. Oktober 2023 in Israel initiiert wurde, unter Kontrolle Israels steht.
Das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA hat seine Unterstützung angekündigt: Es stehen Notunterkünfte für bis zu 1,3 Millionen Menschen bereit, die jedoch außer Landes verweilen. In einer Erklärung, die Israel indirekt anspricht, macht die Organisation darauf aufmerksam, dass es einer politischen Entscheidung bedarf, um die humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

