Untersuchungsausschuss zum Nord Stream 2-Projekt befragt prominente Zeugen
Im Fokus des Schweriner Untersuchungsausschusses zur umstrittenen Pipeline Nord Stream 2 steht ein brisantes Aufeinandertreffen. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder wird sich via Video den Fragen der Abgeordneten stellen. Schröder, einst eine Schlüsselfigur im russischen Energiesektor, ist insbesondere wegen seiner Verbindung zur Nord Stream 2 AG im Auge des politischen Sturms. Die Befragung des Altkanzlers beginnt am Vormittag um 10 Uhr.
Am Nachmittag folgt Helge Braun, der ehemalige Kanzleramtsminister unter Angela Merkels Administration, als wichtiger Zeuge. Braun war während der entscheidenden Phasen rund um Nord Stream 2 ein maßgeblicher Akteur und dürfte Einblicke in die Kreise um die Klimaschutzstiftung Mecklenburg-Vorpommern haben. Diese Stiftung diente dem Klimaschutz und als strategischer Hebel, um den Bau der Pipeline trotz internationaler Sanktionen voranzubringen.
Im Zentrum des Untersuchungsverfahrens stehen die Hintergründe zur Gründung der Stiftung sowie mögliche russische Einflüsse auf deren operative Entscheidungen. Die Stiftung wurde von der Nord Stream 2 AG mit 20 Millionen Euro unterstützt und ist seit 2021 aktiv.

