Unsicherheiten an den Märkten durch Zollerhöhungen und Inflationssorgen
Die Finanzmärkte erlebten am Freitag einen Rückgang der Kurse von US-Staatsanleihen. Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Anleihen verzeichnete einen Rückgang von 0,37 Prozent und schloss bei 110,81 Punkten. Im Gegenzug erhöhte sich die Rendite dieser Anleihen auf 4,41 Prozent.
Inmitten dieser Entwicklungen verschärfte der ehemalige US-Präsident Donald Trump den Ton gegenüber der Europäischen Union mit angedrohten Strafzöllen von bis zu 20 Prozent. Gleichzeitig trat ein bereits verhängter Zollsatz von 35 Prozent gegen Kanada in Kraft. Solche Aktionen erhöhen die Unsicherheit auf den globalen Märkten und werfen Schatten auf die wirtschaftliche Aussicht weltweit.
Die nächste Woche wird entscheidend, da die Veröffentlichung der US-Inflationszahlen erwartet wird. Dies wirft Fragen auf, ob die bislang erhobenen Zolle beeinträchtigende Auswirkungen haben werden. Laut Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, könnte ein Nachlassen der Zollübertragungen in den Handel die US-Zentralbank in Richtung Zinssenkungen drängen. Während die US-Notenbank in der Vergangenheit die Leitzinsen unverändert gelassen hat, bleibt der politische Druck vonseiten Trumps bestehen, der weiterhin entschlossene Zinssenkungen und den Rücktritt von Fed-Präsident Jerome Powell fordert.

