Unsicherheit drückt auf FactSets Gewinnprognose: Eine verzögerte Erholung
Die anhaltende makroökonomische Unsicherheit wirkt sich zunehmend auf den Geschäftsverlauf von FactSet aus, einem führenden Anbieter für Finanzdaten und Analysen. Wie das Unternehmen bekanntgab, liegt die Prognose für den jährlichen bereinigten Gewinn unter den Erwartungen der Wall Street. Grund hierfür sei die Zurückhaltung der Investoren und Kunden beim optionalen Ausgabenmanagement, insbesondere in den Bereichen Daten und Analytik. Die jüngsten Herausforderungen durch Handelskonflikte und die sich abzeichnende Verlangsamung des US-Arbeitsmarkts führen dazu, dass Unternehmen ihre Softwareaufrüstungen verschieben, ihre Abonnements reduzieren und ihre Kosten genauer unter die Lupe nehmen. Diese Faktoren belasten die Nachfrage nach Finanzdaten und Analysetools erheblich.
Erfreulicherweise stieg der organische jährliche Abonnementwert (ASV) um 5,7% auf 2,37 Milliarden Dollar im vierten Quartal, welches am 31. August endete. Die Umsatzprognose für das Jahr liegt zwischen 2,42 Milliarden und 2,45 Milliarden Dollar und verfehlt damit leicht die durchschnittliche Schätzung der Analysten von 2,45 Milliarden Dollar.
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet FactSet einen bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie in der Bandbreite von 16,90 bis 17,60 Dollar, was unter der Erwartung der Analysten von 18,26 Dollar liegt. Im vierten Quartal erzielte das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 4,05 Dollar je Aktie, verglichen mit 3,74 Dollar je Aktie im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 6,2% auf 596,9 Millionen Dollar.
FactSet spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Investoren, Finanzmärkte zu analysieren, Risiken zu managen und Portfolios zu überwachen. Ihre Hauptkunden sind Investoren auf der Kaufseite, darunter institutionelle Vermögensverwalter, Asset Owner, Hedgefonds und Unternehmensklienten, welche 82% des organischen ASV ausmachen.
Die Aktie des Unternehmens mit Sitz in Norwalk, Connecticut, fiel vorbörslich um nahezu 3,5% auf 324,28 Dollar. Seit Jahresbeginn verzeichnete der Aktienkurs einen Verlust von nahezu 30%, während der Referenzindex S&P 500 um 12,2% zulegte.

