Unsicherheit am Aktienmarkt - Dax tritt auf der Stelle
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich im frühen Handel mit leichten Kursgewinnen, doch zur Mittagszeit hatten sich diese aufgezehrt. Der Dax verharrte bei 24.219 Punkten nahezu unverändert. Das aktuelle Kursband des Leitindex, das sich zwischen 24.000 und 24.400 Punkten erstreckt, bleibt weiterhin bestehen. Noch vor einer Woche war er kurzzeitig aus dieser Spanne gefallen, bedingt durch Schwierigkeiten bei zwei Regionalbanken in den USA. Die Wochenbilanz des Dax kann sich mit einem Anstieg um 1,6 Prozent jedoch durchaus sehen lassen.
Vor dem Wochenende könnten konjunkturelle Entwicklungen den Börsen zu schaffen machen. So werden am frühen Nachmittag die US-Verbraucherpreise für September erwartet. Analyst Thomas Altmann von QC Partners teilte mit, dass Investoren und Analysten davon ausgehen, dass die Inflation wieder gestiegen ist und womöglich sogar im Bereich um 3 Prozent liegt. Auch wenn die US-Notenbank voraussichtlich kommende Woche die Zinsen senken wird, könnte ein signifikanter Anstieg der Preise zukünftige Zinsentscheidungen beeinflussen.
Der MDax, der mittelgroße Börsentitel umfasst, wies am Freitagmittag mit 30.022 Punkten einen leichten Anstieg auf. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 folgte diesem positiven Trend. Die Aktien von Infineon verzeichneten einen Anstieg um 0,8 Prozent, angetrieben durch die erfreulichen Geschäftszahlen von Intel. Auch andere Unternehmen aus dem Halbleiterbereich wie Aixtron, Elmos Semiconductor und Suss Microtec verbuchten Gewinne.
Aktien des Rüstungsunternehmens Hensoldt legten infolge meldeter Auftragssteigerungen um fast 3 Prozent zu. Auch Rheinmetall konnte zulegen. An der Spitze des SDax gewannen Siltronic-Papiere um 5 Prozent, nachdem ein japanischer Konkurrent über eine hohe Nachfrage im Bereich Chip-Wafer berichtete. Indessen verloren Nordex-Aktien 2,5 Prozent, nachdem die Investmentbank Oddo BHF ihre Kaufempfehlung für den Windturbinenhersteller zurückgezogen hatte.

