Unruhe um Vorsitz bei der US-Notenbank: Trump im Dilemma
Im Tauziehen um die künftige Führung der Federal Reserve hat US-Präsident Donald Trump erneut für Unsicherheit gesorgt. Entgegen der Spekulationen, dass Kevin Hassett die Rolle des neuen Fed-Chefs übernehmen könnte, äußerte Trump sein großes Bedauern, sollte Hassett seine aktuelle Position als Wirtschaftsberater aufgeben müssen. Trump befindet sich in einem Zwiespalt, denn Hassett ist als Befürworter von Zinssenkungen bekannt, eine Maßnahme, die Trump favorisiert. Prompt reagierte der Finanzmarkt auf Trumps Worte, und der Dollar verzeichnete einen Wertzuwachs, da höhere Zinsen die amerikanische Währung tendenziell stärken.
Die Amtszeit des amtierenden Fed-Chefs Jerome Powell endet im Mai und Trump hatte bekanntgegeben, im Januar seinen Vorschlag für die Nachfolge zu präsentieren. Unterdessen droht jedoch eine Entwicklung die Pläne des Präsidenten zu behindern: Ermittlungen gegen Powell werfen einen Schatten über den Prozess, und haben für Widerstand auch aus den eigenen Reihen gesorgt.
Der Republikanische Senator Thom Tillis äußerte bereits Vorbehalte, jeglichen Nominierungen für den Fed-Posten zuzustimmen, solange die gegen Powell erhobenen Vorwürfe nicht geklärt sind. Im Zentrum der Ermittlungen steht die kostspielige Renovierung des Notenbank-Gebäudes in Washington. Kritiker befürchten, dass das Vorgehen die Autonomie der Federal Reserve untergraben könnte, um so Druck auf die Notenbank für Zinssenkungen auszuüben. Dabei agiert die Fed bewusst zurückhaltend mit Zinssenkungen, um eine mögliche Inflationserhöhung zu vermeiden.

