Unklare Aussichten für Audi-Werk in den USA: Oliver Blume fordert Zollentlastung
Volkswagen steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung: Der Bau eines Audi-Werks in den USA hängt maßgeblich von der Bereitschaft der Trump-Administration ab, die bestehende Zollbelastung zu reduzieren. VW-Chef Oliver Blume äußerte in einem Gespräch mit dem 'Handelsblatt', dass unter den aktuellen Bedingungen eine bedeutende Investition kaum tragbar sei. Blume betonte die Notwendigkeit kurzfristiger Entlastungen und verlässlicher Rahmenbedingungen, um langfristig erfolgreich zu operieren.
Dieser Plan, ein US-Werk zu errichten, ist seit 2023 in Betracht. Ursprünglich motivierten neue Subventionen die Überlegung, jedoch stellen mittlerweile Zölle eine erhebliche Belastung dar. Allein im Jahr 2025 kostete dies den Volkswagen-Konzern 2,1 Milliarden Euro. Trotzdem zeigt sich das Unternehmen optimistisch: Während Blume frühere Zielsetzungen, wie einen zehnprozentigen Marktanteil, als überholt bezeichnete, verfolgt er eine schrittweise Wachstumsstrategie in den USA.
Die bisherigen Gespräche mit der Regierung in Washington, unter anderem mit Präsident Trump und Handelsminister Howard Lutnick, führten zu keinerlei verwertbaren Vereinbarungen. Blume plädiert eindringlich dafür, dass Investitionen in Arbeitsplätze und Wertschöpfung auch mit Kostenvorteilen einhergehen müssen. Volkswagen ist weiterhin offen für bilaterale Lösungen, die beiden Parteien zugutekommen könnten.

