Union verteidigt Vorsprung – AfD verliert an Boden
Im jüngsten ZDF-„Politbarometer“ zeigt sich ein bemerkenswerter Umschwung in der deutschen Parteienlandschaft. Die CDU/CSU kann ihren Vorsprung ausbauen und kommt nun auf 27 Prozent, während die AfD einen Rückschlag hinnehmen muss und auf 25 Prozent sinkt. Dies markiert eine Kehrtwende, nachdem die AfD vor zwei Wochen erstmals mit der Union gleichgezogen hatte.
Soweit am kommenden Sonntag Bundestagswahlen abgehalten würden, hielte sich die SPD stabil bei 15 Prozent. Die Grünen verzeichnen eine leicht positive Bewegung und erreichen nun 11 Prozent. Dagegen bewegen sich die Linke mit 11 Prozent und die FDP mit 3 Prozent unverändert in ihren bisherigen Gefilden.
Die Unsicherheiten bei Wahlumfragen sind ein bekanntes Phänomen. Abnehmende Parteibindungen und kurzfristigere Entscheidungen der Wähler erschweren die Arbeit der Meinungsforschungsinstitute und beeinflussen die Datengewichtung. Trotz ihrer Bedeutung spiegeln Umfragen nur die aktuelle Meinungslage wider und sind als reine Momentaufnahmen zu verstehen.
Weniger optimistisch zeigt sich die Stimmung, wenn es um die wirtschaftlichen Perspektiven geht. Nur noch 46 Prozent der Befragten glauben, dass die Bundesregierung einen wesentlichen Beitrag zur Ankurbelung der Wirtschaft leisten kann, während 50 Prozent überzeugt sind, dass dies nicht der Fall ist. Damit sinkt das Vertrauen in die wirtschaftlichen Fähigkeiten der Regierung erheblich, verglichen mit einem deutlichen Optimismus von 64 Prozent zu Beginn der Amtszeit im Mai.
Die Umfrage ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung und basiert auf einer Befragung von 1.300 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten, die vom 29. September bis 1. Oktober telefonisch und online durchgeführt wurde.

