Ungewisse Mission: Die nächste Phase des Gaza-Friedensplans
Der von den USA unterstützte Friedensplan für den Gazastreifen befindet sich in einer entscheidenden Phase. Die USA haben nun die zweite Etappe des Plans angekündigt, die die Entwaffnung der Hamas und die Installation einer technokratischen Übergangsregierung umfasst. Diese soll den Wiederaufbau des schwer zerstörten Gebiets leiten. Laut dem US-Sondergesandten Steve Witkoff ist die Erwartung an die Hamas klar: Eine vollständige Erfüllung ihrer Verpflichtungen, inklusive der Rückgabe der letzten toten Geisel. Eine Übergangsregierung von palästinensischen Technokraten wurde bereits gebildet und von den USA ins Leben gerufen. Diese 14-köpfige Gruppe, der Ali Schaath vorsteht, soll jegliche Verantwortung für den Gazastreifen übernehmen und die Grundversorgung sicherstellen. Es wird darauf geachtet, dass keines der Mitglieder Verbindungen zur Hamas hat, gemäß den Vorgaben des Plans. Die israelische Seite bleibt skeptisch gegenüber dem Einfluss der Palästinensischen Autonomiebehörde im Gazastreifen. Die zweite Phase des Plans zielt auf die Entwaffnung der Hamas ab, eine Forderung, der die Organisation bisher widersprochen hat. Allerdings wurde Amnestie für diejenigen in Aussicht gestellt, die den Weg der friedlichen Koexistenz wählen. Unterstützt von einer noch unbestimmten internationalen Stabilisierungstruppe soll die Ordnung im Gebiet aufrechterhalten werden. Zudem wird erwartet, dass die israelische Armee ihre Präsenz im Gazastreifen reduziert. Diese Phase bringt viele Unsicherheiten mit sich. Die genauen Details zur Zusammensetzung der Stabilisierungstruppe und die strukturelle Umsetzung des Plans sind noch ungeklärt. US-Präsident Donald Trump wird den internationalen 'Friedensrat' leiten, der die Stabilisierungstruppe aufbauen soll– jedoch sind auch hier noch Fragen offen. Die Herausforderungen für den Übergang in die zweite Phase sind enorm, zumal erhebliche Differenzen zwischen den Konfliktparteien bestehen, die die Lage weiterhin komplizieren.

