Unerwarteter Rückgang: Chinas Industrie signalisiert Schwäche zu Jahresbeginn
Die Geschäftstätigkeit in der chinesischen Industrie hat im Januar unerwartet nachgelassen. Die Stimmung in den Betrieben der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft wirkt getrübt, wie aktuelle Zahlen des Statistikamtes in Peking nahelegen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das produzierende Gewerbe sank überraschend auf 49,3 Punkte. Experten hatten zuvor gehofft, dass der Index über der entscheidenden 50-Punkte-Marke liegen würde, die Wachstum von einer Schrumpfung der Industrie unterscheidet.
Pekings Statistiker führen den Rückgang dabei auf die „traditionelle Nebensaison“ in Teilen des produzierenden Gewerbes zurück. Auch im nicht-produzierenden Sektor, welcher den Bausektor und die Dienstleistungsbranche umfasst, rutschte der Index auf 49,4 Punkte ab. Dies bleibt ein negatives Signal zu Jahresbeginn, insbesondere nachdem im Dezember ein leichter Stimmungsanstieg nach acht Monaten des Rückgangs verzeichnet wurde.
Chinas exportorientierte Wirtschaft steht vor der Herausforderung einer schwachen Inlandsnachfrage, die in vielen Sektoren zu Preiskämpfen und damit zu sinkender Rentabilität führt. Während die Regierung versucht, mit Programmen und Rabatten den Konsum anzukurbeln und den Dienstleistungssektor zu stärken, äußern Experten Zweifel. Sie sehen vielmehr die Notwendigkeit, das Vertrauen durch Maßnahmen wie die Stärkung sozialer Absicherungen zu erhöhen, um die Konsumfreude der Haushalte wiederzubeleben.

