Uneinheitliche Handelsbeendigung an den US-Börsen: Nasdaq 100 im Aufwind, Dow Jones stottert

Die US-Börsen zeigten sich am Dienstag in unterschiedlicher Verfassung, was erneut das gespannte Verhältnis zwischen traditionellen und technologielastigen Märkten verdeutlichte. Während der Dow Jones Industrial nach einem zunächst stabilen Start den Tag schwächer abschloss, konnte der technologielastige Nasdaq 100 die Gewinnzone erreichen, unterstützt durch beachtliche Kursbewegungen bei Tesla, dessen Aktie kurz vor Börsenschluss ein neues Rekordhoch verzeichnete.
Eine gemischte Stimmung machte sich breit, nachdem verspätete Arbeitsmarktdaten für Oktober und November veröffentlicht wurden. Diese lieferten ein uneinheitliches Bild und dämpften Hoffnungen auf kurzfristige Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Infolgedessen rücken nun die Inflationsdaten in den Mittelpunkt des Interesses, mit ihrer Veröffentlichung am Donnerstag könnten sie den entscheidenden Impuls für die Märkte zum Jahreswechsel geben.
Insbesondere der Dow Jones, der noch am vergangenen Freitag bei 48.887 Punkten ein neues Allzeit-Hoch erreichte, sank um 0,62 Prozent auf 48.114,26 Zähler. Der S&P 500 schloss mit einem moderaten Minus von 0,24 Prozent bei 6.800,26 Punkten. Im Gegensatz dazu profitierte der Nasdaq 100 von einem leichten Aufwärtstrend und stieg um 0,26 Prozent auf 25.132,94 Punkte.
Die jüngsten Arbeitsmarktdaten sorgten für Spekulationen an den Terminmärkten, wobei die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung im Januar auf rund 24 Prozent geschätzt wird. Trotz einer spürbaren Abschwächung des Arbeitsmarktes, die eine Zinssenkung rechtfertigen könnte, wird aufgrund der widersprüchlichen Signale keine umfassende Lockerung erwartet. Kay Haigh von Goldman Sachs Asset Management geht nicht davon aus, dass die Fed diesen Daten aufgrund der vorherigen Verwirrungen durch den Regierungsstillstand besondere Beachtung schenken wird.

