Uneinheitliche Entwicklung am deutschen Aktienmarkt – Analysten empfehlen Aumovio
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Ende der Woche uneinheitlich und konnte keine klare Richtung einschlagen. Während der Blue-Chip-Index DAX auf der Stelle trat und bei 23.668 Zählern eine ausgeglichene Wochenbilanz andeutete, verzeichneten viele Titel aus der zweiten und dritten Börsenreihe Verluste. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab um 0,6 Prozent nach und notierte bei 30.278 Punkten, während der EuroStoxx 50 leicht um 0,3 Prozent zulegte. Anlass für mögliche Marktbewegungen im Tagesverlauf könnte der bevorstehende Verfall an den Terminbörsen sein, ein Termin, der traditionell vermehrte Volatilität mit sich bringt.
Mit Aufwärtsbewegungen fiel der Reifenhersteller Continental nach seiner Abspaltung ins Auge. Die Aktien stiegen um 3,0 Prozent, gefolgt von Aumovio mit einem Anstieg um 3,1 Prozent. Die UBS und die Deutsche Bank äußerten Kaufempfehlungen für Aumovio. Bereits zuvor hatte Continental die Trennung von der Sparte Contitech angekündigt, nachdem die Antriebssparte Vitesco bereits 2021 abgestoßen wurde.
Scout24 hingegen musste einen Kursrückgang von 4,1 Prozent hinnehmen. Der Erwerb der spanischen Immobilienplattformen Fotocasa und Habitaclia im Wert von 153 Millionen Euro wird über Barmittel und Kreditlinien finanziert. Trotz des Rückschlags wird Scout24 ab Montag im DAX gelistet.
Die Ströer-Aktien erholten sich teilweise und standen mit 3,1 Prozent im Minus. Der Außenwerbe-Spezialist hatte seine Prognosen gesenkt, was zu Anfang deutliche Verluste brachte. Auch Stabilus hatte es schwer: Der Autozulieferer plant den Abbau von 450 Arbeitsplätzen. Diese Maßnahme drückte die Aktien um 5,0 Prozent nach unten.
Weiterhin positiv entwickelten sich die Aktien der Norma Group, die nach fortgeschrittenen Gesprächen zum Verkauf ihres Wassermanagement-Geschäfts um 6,3 Prozent zulegten. Die Gespräche stießen positiv auf Anlegerseite, was sich im Kursgewinnen widerspiegelte.

