UN-Kommissar kritisiert Israels Vorgehen im Gazastreifen scharf
Volker Türk, der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, hat das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen als potenziell nicht mehr durch das Völkerrecht gerechtfertigt bezeichnet. In einem Interview mit dem ORF sprach Türk von einer 'höchst, höchst bedenklichen' Vertreibung, die großes Leid unter der Zivilbevölkerung verursache und die grundlegenden Prinzipien der Humanität missachte.
Die Situation im Gazastreifen sei katastrophal, erklärte der österreichische Diplomat weiter, und es fehle an adäquaten Worten, um das Ausmaß des Geschehens zu beschreiben. Er betonte die Rolle der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der israelischen Alliierten, deren diplomatischer Einfluss maßgeblich sei, um eine Änderung im israelischen Vorgehen zu bewirken.
Der sich zuspitzende Konflikt folgte auf ein beispielloses Massaker durch die Hamas am 7. Oktober 2023, bei dem etwa 1.200 Menschen ums Leben kamen und über 250 in den Gazastreifen entführt wurden. Infolge dieser Ereignisse hat Israels Armee ihre Militäroperationen intensiviert und die Bevölkerung im südlichen Gazastreifen zur Evakuierung aufgefordert.

