Umsatzenttäuschungen belasten LOreal und drücken Beiersdorf mit
Die Aktie von LOreal geriet am Mittwoch merklich unter Druck, nachdem das französische Kosmetikunternehmen enttäuschende Umsatzzahlen bekannt gab. Diese Entwicklung hatte direkte Auswirkungen auf Beiersdorf, dessen Aktienkurs im Sog der Entwicklungen leicht nachgab. Beiersdorf selbst wird am Donnerstag eigene Zahlen für das vergangene Quartal präsentieren.
Die LOreal-Aktie rutschte im EuroStoxx 50 zum Schluss des Vormittags um 6,8 Prozent auf 370,70 Euro ab, nachdem sie zur Eröffnung kurz auf ein Niveau von rund 366 Euro gefallen war – der tiefste Stand seit Anfang Oktober. Am Tag zuvor hatte die Aktie noch nahe der 400-Euro-Marke notiert, ein Niveau, das sie zuletzt Anfang September erreicht hatte.
Im laufenden Jahr reduzierte sich der Kursgewinn der LOreal-Aktie durch die aktuellen Zahlen auf etwa 8,5 Prozent. Verglichen mit dem Rekordhoch von fast 462 Euro, das im Juni 2024 verzeichnet wurde, beläuft sich der Verlust auf knapp 20 Prozent. Beiersdorf hingegen büßte im Dax zuletzt 1,0 Prozent ein und steht bei 94,72 Euro, mit einem aktuellen Jahresverlust von etwa 24 Prozent und einem Minus von 36 Prozent seit dem Rekordhoch von Mai 2024.
Die Herausforderungen im US-Geschäft überlagerten den Aufschwung in China, wie ein Händler erklärte. RBC-Analystin Wassachon Udomsilpa lobte den Bereich Professional als starke Säule, bemängelte jedoch, dass die anderen Geschäftsbereiche von LOreal unter den Erwartungen blieben.
Guillaume Delmas von der UBS sieht die Stimmung für die LOreal-Aktie durch die unsichere Prognose für das vierte Quartal und die verhaltenen Managementaussagen für 2026 belastet. Trotz positiver Entwicklungen in Nordasien und Europa stehen die Anleger der erwartungsgemäß abgeschwächten Dynamik in Nordamerika kritisch gegenüber, zumal diese im starken Kontrast zu den allgemeinen Marktwachstumstrends steht.
Delmas betonte zusätzlich die vorsichtige Einschätzung des Managements zum Marktwachstum für 2025 und 2026, die unter den Konsensprognosen liegen. Warburg-Analyst Jörg Philipp Frey führt aus, dass Beiersdorf ebenfalls auf ein verhaltenes Quartal zusteuert, jedoch für 2024 optimistischer gestimmt ist – vor allem dank der Einführung des Produkts Thiamidol in China, das zur Reduzierung von Pigmentflecken beiträgt.

