Umbesetzungen im Aufsichtsrat der Commerzbank: Jutta Dönges plant Rückzug
Die Commerzbank, die ihren Sitz im Herzen der deutschen Finanzmetropole Frankfurt hat, steht vor einer Neubesetzung im Aufsichtsrat. Jutta Dönges, die seit 2020 dem Kontrollgremium des Dax-notierten Unternehmens angehört, hat angekündigt, ihr Mandat zur Hauptversammlung am 15. Mai 2025 niederzulegen. Dönges war in ihrer früheren Rolle als Co-Chefin der Deutschen Finanzagentur, welche die staatliche Beteiligung an der Bank betreut, in den Aufsichtsrat eingetreten. Neben ihr ist Harald Christ, ein erfahrener Unternehmer, momentan der zweite Vertreter des Bundes im Aufsichtsgremium.
Der Hintergrund für Dönges Rückzug ist klar: In ihrer Funktion als Finanzvorständin des Energieriesen Uniper ist eine Begrenzung ihrer zusätzlichen Mandate notwendig geworden. Seit dem 1. März 2023 lenkt sie die Finanzgeschicke des Energiekonzerns und ist nebenbei auch noch als Aufsichtsrätin des Tourismusriesen TUI tätig.
Der deutsche Staat, der während der Finanzkrise 2008/2009 eine unterstützende Rolle bei der Rettung der Commerzbank spielte, hält inzwischen noch rund 12 Prozent der Anteile. Zuletzt hat er im September 2024 einen Teil seines Besitzes verkauft, woraufhin der italienische Finanzgigant Unicredit massiv bei der Commerzbank eingestiegen ist. Dieser Schritt markiert ein neues Kapitel in der bewegten Geschichte der Bank, die seit jeher unter genauer Beobachtung des Bundes steht.

