Ukrainische Regierungsspitze vor Neuausrichtung
Inmitten der anhaltenden Bemühungen gegen die russische Militäraggression zeigt sich der ukrainische Staatschef, Wolodymyr Selenskyj, bereit zu einem Neustart in den oberen Rängen von Staat und Militär. Im Gespräch mit dem italienischen Sender Rai verdeutlichte Selenskyj die Notwendigkeit, sich von einigen Führungskräften zu trennen. Er betonte, dass der angedachte Wandel weit über das Militär hinausreichen soll.
Die Position des Oberbefehlshabers des ukrainischen Militärs, derzeit besetzt durch den populären General Walerij Saluschnyj, könnte im Zuge dieser Veränderungen neu besetzt werden. Saluschnyj, der Führungsstärke im Widerstand gegen die russischen Invasionstruppen zeigte und Gebietsgewinne für die Ukraine verbuchte, soll nach unbestätigten Berichten politische Ambitionen hegen, die er allerdings zurückweist. Trotz seiner Beliebtheit soll es Gerüchten zufolge zur Spannungen zwischen ihm und Selenskyj gekommen sein. Eine Ablösung Saluschnyjs wurde letzte Woche diskutiert, aber bisher nicht umgesetzt.
In einem umfassenderen Sinn spricht Selenskyj von der "Maschine des Landes", deren Führung gemeinsame Überzeugungen teilen und entschlossen zum Sieg der Ukraine streben müsse. Die Überlegungen zum Führungswechsel betreffen also nicht einzelne Individuen, sondern die Ausrichtung der gesamten Führung.
Die Neuausrichtung der ukrainischen Führung ist ein weiterer Schritt im Bestreben des Präsidenten, ein einheitliches und starkes Signal gegenüber der aggressiven Herausforderung durch Russland zu senden und das Land auf dem Weg des Sieges zu halten. (eulerpool-AFX)

