Ukraine lehnt Putins Plan für Pufferzone entschieden ab
In einem deutlich formulierten Statement weist die Ukraine die Pläne des russischen Präsidenten Wladimir Putin, eine Pufferzone an der Grenze zu schaffen, vehement zurück. Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf der Plattform X, dass diese Forderungen jegliche Friedensbemühungen untergraben und Putin als Hauptverantwortlichen für die fortgesetzten Kämpfe darstellen.
Putins jüngste Äußerungen kamen nach seinem Besuch in der westrussischen, teils von ukrainischen Truppen kontrollierten Region Kursk. Er kündigte die Errichtung einer "Sicherheitszone" entlang der Grenze an, ohne jedoch konkrete Details zu Länge und Tiefe dieser Zone offenzulegen. Seine Angaben, dass russische Streitkräfte bereits dabei seien, ukrainische Feuerstellungen zu unterdrücken, untermauern seine Entschlossenheit.
Als Reaktion darauf betonte Außenminister Sybiha die Notwendigkeit, Druck auf Putin auszuüben, um den Krieg zu beenden. Ein Ministeriumssprecher schlug vor, dass Russland eine solche Pufferzone auf eigenem Boden einrichten könnte. Die Behauptungen Putins über die Befreiung der Region Kursk im vergangenen Jahr stehen im Widerspruch zu Aussagen der Ukraine, die ihre militärischen Positionen dort weiterhin hält.
Indessen meldeten russische Behörden einen bei der Stadt Lgow durch ukrainische Raketen verursachten Vorfall mit 16 Verletzten, darunter einige in kritischem Zustand. Auch in der Region Lipezk kam es zu Verletzten durch Trümmer einer abgeschossenen Drohne. Die Berichte sind jedoch bislang unabhängig nicht überprüfbar.
Parallel dazu erörterten die G7-Finanzminister in Kanada Maßnahmen, um den Druck auf Russland durch mögliche Sanktionsverschärfungen zu steigern, solange es keinen Fortschritt in Richtung Waffenstillstand gibt. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte in seiner jüngsten Ansprache das Bestreben der Ukraine nach einem raschen Friedensprozess und einer neuen Sicherheitsstruktur.
Putin wies unterdessen an, ein Programm für den Wiederaufbau der von Kämpfen betroffenen Grenzregionen, darunter Kursk und Belgorod sowie Brjansk, zu entwerfen. Diese Gebiete sind regelmäßig Angriffen aus der Ukraine ausgesetzt, oft unter Einsatz von Drohnen. Selenskyj erklärte, dass solche Vorstöße auf russisches Gebiet die Ukraine in zukünftigen Verhandlungen in eine stärkere Position bringen könnten.
Moskau hingegen behauptete kürzlich, dass Kiews Strategie im Druckaufbau gescheitert sei.

